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    Putin: Russland muss mehr Gold fördern (Zusammenfassung)

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    MAGADAN, 22. November (RIA Nowosti). Der russische Präsident Wladimir Putin fordert, die Diskrepanz zwischen dem Potential im Bereich der Goldgewinnung und der tatsächlichen Fördermenge zu beseitigen.

    Russland sei einer der größten Goldproduzenten der Welt und rangiere nach dem Umfang der Goldreserven auf Platz zwei bzw. drei, sagte Putin am Dienstag im ostrussischen Magadan auf einer Konferenz zum Thema Goldförderung. Dennoch habe Russland sein Potential im Bereich der Goldförderung bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, sagte Putin und forderte, einen rechtlichen und finanziellen Rahmen für die Entwicklung der Sparte zu schaffen. "Die staatliche Regulierung muss dabei flexibler und zügiger werden."

    Darüber hinaus müsse, so Putin, ein Maßnahmenplan zur Stimulierung der Schürf- und Erkundungsarbeiten entwickelt werden. "Es gilt, die notwendigen Bedingungen zu schaffen, um sowohl bei privaten Investoren als auch bei Bergbaufirmen Interesse für Investitionen in das Goldschürfen zu wecken", sagte der Präsident. "Auch der Staat muss hierbei eine wichtige Rolle spielen."

    Nach der Beratung in Magadan beauftragte Putin die Regierung, gemeinsam mit den Unternehmen einen Aktionsplan für die Entfaltung der Goldförderung auszuarbeiten.

    Dem Minister für Naturressourcen, Juri Trutnew, zufolge wird Russland im laufenden Jahr 168 Tonnen Gold gewinnen. "Bis zum Jahr 2015 steigern wir die Förderung um 50 bis 60 Prozent auf 250 Tonnen im Jahr", teilte er in einer Beratung in Magadan mit.

    Auf die staatlichen Investitionen eingehend, sagte Trutnew, dass im vorigen Jahr 460 Millionen Rubel (ein Euro entspricht 33,9 Rubel) und im laufenden Jahr 1,5 Milliarden Rubel in die Goldförderung investiert worden seien. Im kommenden Jahr sollen 2,1 Milliarden Rubel und bis zum Jahr 2010 rund 32 Milliarden Rubel in dem Zweig angelegt werden.

    Trutnew schlug vor, natürlichen Personen die Teilnahme an der Goldgewinnung zu erlauben, um so die illegale Tätigkeit, die ohnehin ausgeübt wird, zu legalisieren. Gegenwärtig dürfen nur juristische Personen in Russland Gold gewinnen.

    Daraufhin sagte Finanzminister Alexej Kudrin, sein Ministerium habe nichts gegen die Teilnahme von Privatpersonen an der Goldförderung. Ihm zufolge hätten jedoch das Innenministerium und der Inlandsgeheimdienst FSB wiederholt Einwände dagegen vorgebracht, weil dies das Risiko des Diebstahls von Gold an der Lagerstätten erhöhe. Doch die Eigentümer der Goldlagerstätten sind ihm zufolge bereit, bei Bedarf zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Bevor aber eine positive Entscheidung fällt, sollten einige Details geregelt werden, so zum Beispiel müssten Goldannahmestellen für Privatpersonen eröffnet werden.

    Dabei sprach sich Kudrin gegen die Reduzierung der Steuern auf die Goldgewinnung aus und räumte eine Steuervergünstigung von höchstens vier Prozent ein.

    Russland ist der fünftgrößte Produzent von Rohgold der Welt. Mehr produzieren nur Südafrika, die USA, Australien und Kanada. In Russland wird Gold größtenteils in Sibirien und im Fernen Osten gefördert. Beträchtliche Reserven an goldhaltigem Gestein liegen in Baschkirien, im Gebiet Orenburg und auf der Halbinsel Tajmyr.

    Von 2003 bis 2005 wuchsen die staatlichen Subventionen für die Suche nach Goldlagerstätten um das Doppelte auf 15 Prozent der gesamten Ausgaben des Staates für die geologische Erkundung.

    Im laufenden Jahr wurde erstmals seit 15 Jahren ein bedeutender Zuwachs bei den Goldreserven verzeichnet, der fast drei mal so hoch ist wie die voraussichtliche Fördermenge in diesem Jahr. Um die Goldförderung weiter zu erhöhen, muss Russland vor allem auf den Ausbau der Infrastruktur und nicht traditioneller Lagerstätten setzen.