04:37 25 Juni 2018
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    RAO UES prüft Möglichkeit für Einstieg österreichischer Unternehmen in russische Stromwirtschaft

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    MOSKAU, 02. Dezember (RIA Nowosti). Der größte russische Stromkonzern, Einheitliches Energie-System Russlands (RAO UES), prüft Möglichkeiten für den Einstieg österreichischer Unternehmen in die Elektrizitätswirtschaft Russlands. Am Freitag traf der UES-Vorstandsvorsitzende Anatoli Tschubais mit dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und dem Chef der Verbund AG, Hans Haider, in Moskau zusammen, teilte der russische Konzern mit.

    Tschubais bekundete das Interesse seines Unternehmens an einer Beteiligung des österreichischen Energiekonzerns am Bau neuer Energieobjekte in Russland auf der Grundlage fortgeschrittener Technologien. Das Ziel sei die Erhöhung der Zuverlässigkeit von UES-Betrieben.

    Österreich betrachte Russland als einen wichtigen Partner in der Stromwirtschaft und sei bereit, diverse Varianten seiner Beteiligung an Projekten in diesem Sektor der russischen Wirtschaft zu erörtern, hieß es bei dem Treffen.

    Zu einer Richtung der gegenseitig vorteilhaften Kooperation zwischen RAO UES und der Verbund AG könnte nach Ansicht der Seiten die strategische Partnerschaft des österreichischen Konzerns mit überregionalen russischen Stromkonzernen werden. Dabei sei auch ein Einstieg in ihr Grundkapital nicht ausgeschlossen.

    Der Verbund-Chef sagte, die Einführung eines Mechanismus garantierter Investitionen in Russland würde europäische Unternehmen an einem Einstieg in die russische Elektrizitätswirtschaft interessieren. Dieser Mechanismus würde es RAO UES und der Verbund AG gestatten, zur Erörterung konkreter gemeinsamer Projekte zum Bau Strom erzeugender Kapazitäten überzugehen, sagte Haider.

    Die Verbund AG ist die größte Energieholding Österreichs. Das Unternehmen erzeugt den Löwenanteil des österreichischen Stromes und sorgt auch für dessen Übertragung. Die Gesamtleistung aller Kraftwerke des Konzerns wird von Experten auf 7960 Megawatt geschätzt.