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    Juschtschenko beauftragt die Regierung, Gastransit zu sichern

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    KIEW, 29. Dezember (RIA Nowosti). Der ukrainische Staatspräsident Viktor Juschtschenko hat am Donnerstag die Landesregierung beauftragt, unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Transit des russischen Erdgases nach Europa sicherzustellen und ein Gasabkommen mit Turkmenien zu unterzeichnen.

    Nach einem entsprechenden Erlass des ukrainischen Staatschefs hat die Regierung unter anderem einen langfristigen Liefervertrag mit Turkmenien abzuschließen sowie Fragen des Transportes des turkmenischen Gases in die Ukraine zu lösen. Darüber hinaus sollen kurzfristig die Bedingungen für den Transit des russischen Gases nach Europa und die Transitmenge vereinbart werden.

    Ab dem 1. Januar 2006 will Russland den Gaspreis für die Ukraine von bisher 50 US-Dollar für 1000 Kubikmeter auf 220 bis 230 Dollar pro 1000 Kubikmeter erhöhen, was allerdings unter dem europäischen Preis (255 US-Dollar für 1000 Kubikmeter) liegt. Die Ukraine akzeptiert die neuen Preise nicht und weigert sich bis jetzt, den Liefervertrag zu unterzeichnen. Der russische Gasförderer Gasprom droht die Lieferungen einzustellen, sollte kurzfristig keine Einigung erzielt werden. Als Alternative nimmt Kiew offenbar turkmenisches Erdgas ins Visier.