13:17 23 Oktober 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Experte: Keine Übernahmegefahr für russische Banken

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    JEKATERINBURG, 27. Januar (RIA Novosti). Den russischen Banken droht derzeit keine Einverleibung durch ausländisches Kapital, sagte Gennadi Melikjan, stellvertretender Zentralbankchef und Chefinspekteur für Kreditanstalten, am Freitag in Jekaterinburg (Ural).

    Auch sehe er keine Gefahr darin, dass ausländische Banken in Russland Fuß fassen, wenn diese dabei die russischen Gesetze einhalten, sagte Melikjan während der interregionalen Konferenz "Russlands Bankensystem 2010, 2020: Richtungen für die regionale Entwicklung".

    Zugleich verwies Melikjan darauf, dass Russland im Zusammenhang mit seinem geplanten Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) unter verstärkten Druck gesetzt werde. "Man fordert von uns, ausländischen Banken zu genehmigen, Filialen in Russland zu gründen. Wir sind strikt dagegen", teilte Melijkan mit. "Gegenwärtig dürfen ausländische Banken nach dem russischem Recht in Russland lediglich Tochterfirmen gründen." "Wenn Gefahr für das russische Bankensystem entsteht, so werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen", betonte Melijkan.

    Ihm zufolge sind in Russland zur Zeit 131 Banken mit ausländischer Beteiligung tätig. Bei 40 von ihnen liegt der ausländische Anteil zwischen 50 und 100 Prozent. Der Anteil der Devisenausländer am russischen Bankensystem liegt laut verschiedenen Schätzungen zwischen sieben und elf Prozent. Nur auf dem Markt für Interbankenkredite erreicht er 23 Prozent.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren