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    RIA Novosti-Kurznachrichten WIRTSCHAFT - 27. Januar

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    Schweiz gibt Russlands WTO-Beitritt grünes Licht

    DAVOS (RIA Novosti). Russland und die Schweiz haben am Freitag ihre bilateralen Verhandlungen über den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) abgeschlossen. Am Rande des Wirtschaftsforums in Davos setzten der russische Wirtschafts- und Handelsminister German Gref und der Schweizer Wirtschaftsminister Joseph Deiss ihre Unterschriften unter das entsprechende Protokoll. Somit sind aus der Arbeitsgruppe für den WTO-Beitritt Russlands drei von den 58 Ländern verblieben, mit denen der russische WTO-Beitritt bislang nicht vereinbart ist: die USA, Australien und Kolumbien. Am Donnerstag traf sich German Gref mit dem US-Handelsvertreter Rob Portman. Den Seiten gelang es aber nicht, ein bilaterales WTO-Abkommen zu erzielen. Gref zufolge hofft Russland, der WTO bis Ende 2006 beizutreten.

    Importbeschränkungen für ukrainische Agrarerzeugnisse ohne politischen Hintergrund

    BELGOROD (RIA Novosti). Die Beschränkungen für die Einfuhr von Agrarerzeugnissen aus der Ukraine seien auf phytohygienische Forderungen zurückzuführen und stellen kein Instrument zur Klärung der politischen Beziehungen dar. Das erklärte der russische Ministerpräsident Michail Fradkow am Freitag vor Journalisten. Bei der Besichtigung einer Geflügelfarm im Gebiet Belgorod sagte er ferner: "Diese Restriktionen sind eine notwendige Maßnahme und zielen darauf ab, die Verbraucher vor minderwertigen Erzeugnissen zu schützen."

    Gasprom steigt in Kirgisiens Gasmarkt ein

    BISCHKEK (RIA Novosti). Der russische Gaskonzern Gasprom will gemeinsam mit Kirgisien ein Joint Venture auf dem Gebiet der Öl- und Gasindustrie gründen. Am Freitag unterzeichneten Konzernchef Alexej Miller und der kirgisische Ministerpräsident Felix Kulow in Bischkek eine entsprechende Absichtserklärung. "Das Joint Venture wird den gesamten Komplex der Entwicklung der Öl- und Gasbranche Kirgisiens umfassen", erklärte Miller nach der Unterzeichnung. Gasprom wäre außerdem bereit, in alle vorrangigen Projekte der Öl- und Gasbranche Kirgisiens zu investieren. Laut dem kirgisischen Ministerpräsidenten handelt es sich "um mehrere hundert Millionen Dollar".

    Modernisierung der Kernkraftindustrie mit Geldern aus dem Stabilisierungsfonds

    MOSKAU (RIA Novosti). Russlands Oberste Rechnungskontrollbehörde, der Rechnungshof, setzt sich dafür ein, die Mittel des Stabilisierungsfonds zum Teil für die Rekonstruktion der alten und den Aufbau neuer Kernkraftwerke zu nutzen. Da viele alte Kernreaktoren aus technischen Gründen außer Betrieb gesetzt werden müssen, müssten 40 bis 50 neue Kernkraftwerke errichtet werden, sagte Michail Beschmelnizyn, Buchprüfer des Rechnungshofes, am Freitag auf einer Pressekonferenz. Als Finanzierungsquelle schlug er den russischen Stabilisierungsfonds vor, in dem die Mehreinnahmen aus den Ölexporten deponiert werden. Wie RIA Novosti gestern berichtete, betrug der Stabilisierungsfonds zum Jahresabschluss 2005 umgerechnet rund 42,7 Milliarden Euro.

    Russisches Banksystem weit hinter den USA und der EU zurück

    MOSKAU (RIA Novosti). Das russische Bankensystem hinkt weit hinter den Konkurrenten aus den entwickelten Staaten zurück, konstatierte Garegin Tossunjan, Verbandspräsident der russischen Geldanstalten, am Freitag auf einer Banken-Konferenz in Jekaterinburg (Ural). Es gebe starke Rückstände gegenüber den entwickelten Ländern wie den USA oder Europa sowohl im Verhältnis der Aktiva zum Bruttoinlandsprodukt wie auch des Kapitals zum Bruttoinlandsprodukt, sagte Tossunjan. Die USA seien zwanzigfach überlegen, die Europäische Union mehr als zwanzigfach, bezogen auf praktisch alle Kennziffern. Eine mögliche Lösung des Problems sieht Tossunjan in einer vielfachen Aufstockung der Kapitalisierung des Banksektors und anderer Wirtschaftszweige.

    Keine Übernahmegefahr für russische Banken

    JEKATERINBURG (RIA Novosti). Den russischen Banken droht derzeit keine Einverleibung durch ausländisches Kapital, sagte Gennadi Melikjan, stellvertretender Zentralbankchef, am Freitag in Jekaterinburg (Ural).

    Auch sehe er keine Gefahr darin, dass ausländische Banken in Russland Fuß fassen, wenn diese dabei die russischen Gesetze einhalten, sagte Melikjan während der interregionalen Konferenz "Russlands Bankensystem 2010, 2020: Richtungen für die regionale Entwicklung".

    Zugleich verwies Melikjan darauf, dass Russland im Zusammenhang mit seinem geplanten Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) unter verstärkten Druck gesetzt werde. "Man fordert von uns, ausländischen Banken zu genehmigen, Filialen in Russland zu gründen. Wir sind strikt dagegen", teilte Melijkan mit. "Gegenwärtig dürfen ausländische Banken nach dem russischem Recht in Russland lediglich Tochterfirmen gründen."

    Ihm zufolge sind in Russland zur Zeit 131 Banken mit ausländischer Beteiligung tätig. Bei 40 von ihnen liegt der ausländische Anteil zwischen 50 und 100 Prozent.

    Russland baut Handel mit Transnistrien aus

    TIRASPOL (RIA Novosti). Der Handel Russlands mit Transnistrien, einer abtrünnigen Republik in Moldawien, ist 2005 um 34,8 Prozent auf 420,7 Millionen Dollar gestiegen. Dies teilte Lidia Diakonowa, Chefin des Statistikamtes des Wirtschaftsministerium von Transnistrien, am Freitag mit. Im vergangenen Jahr habe der Anteil des Warenumsatzes mit Russland am gesamten Außenhandel der nicht anerkannten Republik von 24,1 auf 29,3 Prozent zugenommen, sagte sie weiter. Der Anteil der Einfuhren aus Russland an den gesamten Importen Transnistriens sei dabei von 24,2 auf 22,1 Prozent gesunken.

    Norilsk Nickel und Rio Tinto gründen Joint Venture

    MOSKAU (RIA Novosti). Der russische Bunt- und Edelmetallproduzent Norilsk Nickel und der internationale Bergbaukonzern Rio Tinto haben am Freitag die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens angekündigt, das sich mit der Erkundung und Ausbeutung von Bodenschätzen in Russland beschäftigen wird. Wie das Presseamt von Norilsk Nickel berichtete, werde die Firma 51 Prozent am Joint Venture bekommen. Rio Tinto werde sich mit 49 Prozent beteiligen. Norilsk Nickel ist der größte Produzent von Nickel und Palladium in der Welt und einer der größten Produzenten von Platin, Kupfer und Kobalt.

    Russland baut eine neuartige Funkmess-Station

    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Russland will eine neue Funkmess-Station bauen, teilte Vizepremier und Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Freitag Journalisten in Moskau mit. Gegenwärtig führe das Verteidigungsministerium "nicht nur wissenschaftliche, sondern auch angewandte und sogar Bauarbeiten zu diesem Projekt durch". "In der nächsten Zeit werden wir etwas davon zeigen können", sagte Iwanow. Für den Bau der Funkmess-Station in Russland ist es ihm zufolge nicht mehr notwendig, große Anlagen zu errichten wie dies mit der russischen Funkmess-Station Gabala in Aserbaidschan der Fall war.

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