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    Deutsche Fachleute helfen Klein- und mittelständischen Unternehmen in Sibirien

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    NOWOSIBIRSK, 08. Februar (RIA Novosti). In Sibiriens größter Stadt Nowosibirsk helfen deutsche Fachleute Klein- und mittelständischen Unternehmern bei Problemlösungen.

    Die Experten aus Deutschland sind in die Millionenstadt gekommen, um auf einem bilateralen Forum von ihren Erfahrungen bei der Förderung von Klein- und mittelständischen Unternehmen zu berichten.

    Am Vorabend teilte die Pressestelle der Gebietsverwaltung Nowosibirsk mit, dass auch der deutsche Generalkonsul vor Ort, Michael Grau, der Kurator für Beratungsprogramme in Ländern mit einer Übergangswirtschaft im Finanzministerium, Martin Morgenroth und der Leiter des Kompetenzzentrums der Kreditanstalt für Wiederaufbau und Rekonstruktion, Dr. Klaus Glaubitt, der Delegation angehören.

    "Die Konferenz ist außerordentlich bedeutsam. Wir wollen uns die Erfahrungen der deutschen Kollegen aneignen und nach Problemlösungen für die Klein- und mittelständigen Unternehmen in unserer Region suchen", hat der erste stellvertretende Gouverneur, Wassili Jurtschenko, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz betont.

    "Die Konferenz findet zur rechten Zeit statt, sowohl für Russland als auch für Deutschland, in erster Line aber für die Geschäftspartner beider Länder", so die deutschen Gäste.

    Sie führten auf der Pressekonferenz aus, dass in ihrem Land die rechtlichen Rahmen für alle Arten der Geschäftstätigkeit abgesteckt sind. Selbst Preisbildung und Wettbewerb seien gesetzlich geregelt.

    Dank finanzieller Förderungsmodelle seien 70 Prozent der Bevölkerung Deutschlands in Kleinfirmen beschäftigt, wogegen dieser Anteil in Russland nur 25 Prozent ausmacht.

    Potenzial und Raum für die Entwicklung des Sektors seien gegeben. Es sei jedoch außerordentlich wichtig, dass von russischer Seite auch Gesetzgeber an der Konferenz teilnehmen. Fragen wie die finanzielle Förderung von Klein- und mittelständischen Unternehmen müssten die Exekutive und die Legislative gemeinsam lösen, sagte Generalkonsul Grau.

    In Deutschland, so der stellvertretende Gouverneur des Gebiets Nowosibirsk, ist die Reinvestition von Haushaltsmitteln in die Förderung von Klein- und mittelständischen Firmen das Hauptinstrument. "Wenn bei uns ein derartiges Prinzip zu greifen beginnt, dann können effektive Mechanismen in Gang gesetzt werden." Gelder für Kleinunternehmen dürften dann nicht von der Exekutive verteilt werden, sondern durch Marktmechanismen, so Jurtschenko.

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