15:36 15 Oktober 2018
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    Russlands Wirtschaft will Industriekooperation mit der EU

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Russische Unternehmer streben eine richtige Industriekooperation mit der Europäischen Union an. Darum ging es in einer erweiterten Sitzung des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes (RIUV) am Mittwoch in Moskau.

    Es gilt, von den traditionellen Kooperationsformen wie dem Tausch der russischen Energieträger und Rohstoffe gegen europäische Maschinen und Anlagen zu einer Investitions- und Industriezusammenarbeit überzugehen, sagte RIUV-Präsident Alexander Schochin während der Sitzung, an der auch Spitzenvertreter der Vereinigung der Industrie- und Arbeitgeberverbände in Europa (UNICE) sowie des Verbandes der russischen Klein- und Mittelstandsunternehmen Opora und des Arbeitgeberverbandes "Delowaja Rossija" teilnehmen.

    Dafür müsse die Industrieinfrastruktur ausgebaut und mit der Innovationsinfrastruktur vereinigt werden, urteilte Schochin. Er setzte sich für die Förderung von Klein- und Mittelstandsunternehmen, für eine Vertiefung des Dialogs zwischen den Firmen und für die Stimulierung der Investitionen ein. Im Bereich der Investitionen müssten "wirksamere Methoden der gegenseitigen Penetration" angewandt und ein gegenseitig vorteilhaftes Schema für den Austausch von Geschäftsanteilen ausgearbeitet werden.

    Der Chef von "Delowaja Rossija", Boris Titow, sagte in seiner Ansprache, seine Organisation stehe für den Realsektor der Wirtschaft und sei an denkbar engeren Kontakten mit dem vereinigten Europa interessiert. Ihm zufolge ist Russlands Mittelstand im Gegensatz zu der Großwirtschaft "unterinvestiert", vor allem wegen der hohen Kreditkosten. "Wir sind daher sehr an Investitionen aus dem Ausland, und insbesondere aus Europa interessiert", erklärte Titow.

    Eine vom Arbeitgeberverband vorgenommene Analyse habe ergeben, dass die Intensität der Kontakte russischer und europäischer Unternehmen etwas nachgelassen hat. "Wir müssen uns beiderseits aktiv an den Bau des gemeinsamen Wirtschaftsraums machen und auch den Staat zu einer aktiveren Arbeit anspornen", forderte Titow.

    Als eines der akutesten Probleme, die der Industriekooperation im Wege stehen, bezeichnete er die "mangelnde Transparenz der Zollgrenzen". Titow zufolge ist dabei eine bessere Koordinierung der Arbeit der Zollämter notwendig.

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