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    RIA Novosti-Kurznachrichten WIRTSCHAFT - 08. Februar

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    Rosatom-Chef warnt vor schwerer Energiekrise in Russland

    MOSKAU (RIA Novosti). Der Chef der russischen Atomenergiebehörde, Sergej Kirijenko, setzt sich für den Bau neuer Kraftwerke ein, um einer möglichen Energiekrise vorzubeugen. Der Anteil von Atomstrom an der gesamten Energieerzeugung müsse erhöht werden, sagte Kirijenko am Mittwoch bei einem Treffen mit der Belegschaft des Moskauer Kurtschatow-Instituts für Kernphysik. Russland nähere sich einer Etappe an, wo ihm "eine noch nie dagewesene neue Energiekrise" drohe, konstatierte Kirijenko. Die Zukunft der russischen Energiewirtschaft sei, so Kirijenko, ohne Ausbau der Atomenergie nicht möglich. Gegenwärtig betrage der Anteil der Kernkraftwerke an der gesamten Stromerzeugung in Russland 16 Prozent. "Bis 2030 wollen wir diesen Anteil auf 25 Prozent steigern." Im Bereich der zivilen Atomenergiewirtschaft müsse eine vertikal integrierte Holding nach dem Muster des Gaskonzerns Gasprom - Atomprom - gegründet werden, sagte Kirijenko. Russland sei bereit, weltweit Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von bis zu 60 Gigawatt zu bauen. Der Weltmarkt für Atomstrom habe laut Experten ein Volumen von 600 Gigawatt, sagte Kirijenko. 50 bis 70 Prozent davon entfallen auf geschlossene Märkte. Etwa 300 Gigawatt kommen auf die Länder, die selber keine Atomkraftwerke errichten können. Russland sollte diese Nische besetzen, meinte der Rosatom-Chef.

    Vneshtorgbank und Fitch Ratings unterzeichnen Kooperationsabkommen

    MOSKAU (RIA Novosti). Die russische Vneshtorgbank (VTB) und die internationale Ratingagentur Fitch haben ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Demnächst soll Fitch Banken der VTB-Gruppe Bonitätsnoten verleihen, wurde am Mittwoch in Moskau mitgeteilt. Diese Kooperation solle die VTB-Gruppe auf internationalen Finanzmärkten fördern, darunter auch im Rahmen der Kreditprogramme der VTB, die ein Volumen von sechs Milliarden US-Dollar haben. VTB ist die führende russische Bank in Bezug auf die Aufnahme von Ressourcen auf Weltmärkten. Die Summe der von VTB aufgenommenen nicht gebundenen Kredite beträgt derzeit mehr als fünf Milliarden Dollar. Die Bank hat Krediteinrichtungen in Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Deutschland, auf Zypern, in Österreich, Luxemburg, in der Ukraine, in Georgien und Armenien. Vertretungen gibt es in Italien, China, Indien und Weißrussland.

    Kluft zwischen Reichen und Armen in Russland weiterhin groß

    MOSKAU (RIA Novosti). Die Kluft zwischen Reichen und Armen in Russland ist nach wie vor groß. Nach Angaben des Staatlichen Statistikamtes Russlands vom Mittwoch entfielen 2005 auf die zehn Prozent der reichsten Bürger des Landes 29,7 Prozent der gesamten Geldeinnahmen, während sich die zehn Prozent der ärmsten Bürger mit nur zwei Prozent begnügen mussten. 2004 hatten sich diese Zahlen entsprechend auf 30 bzw. 2 Prozent belaufen. 70,9 Prozent ihrer Einkommen gaben die Bürger Russlands im vergangenen Jahr für Waren und Dienstleistungen aus. 9,7 Prozent der Einkommen waren für obligatorische Beiträge und sonstige Pflichtzahlungen bestimmt. 9,5 Prozent der Einkommen waren Sparguthaben.

    Duma-Chef Gryslow wirft Finanzministerium Sabotage bei Emission von Alkohol-Banderolen vor

    MOSKAU (RIA Novosti). Der Vorsitzende der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) Boris Gryslow hat dem Finanzministerium Sabotage bei der Emission von Alkohol-Banderolen vorgeworfen. "Zu spät ausgefertigte Dokumente des Finanzministeriums haben zur provisorischen Stilllegung der Produktion von Spirituosen mit hohem Alkoholgehalt geführt", bemängelte Gryslow am Mittwoch in Moskau. Das Finanzministerium hatte die Muster der neuen Banderolen bestätigt, auf die die Spirituosenproduzenten sich zum 1. Januar 2006 umstellen mussten. Da die Banderolen nicht fertig sind, können Getränke mit einem Alkoholgehalt von über neun Prozent seit mehr als einem Monat in Russland nicht hergestellt werden. Gryslow bewertete diese Situation als "Sabotage von Seiten des Finanzministeriums". In diesem Zusammenhang spricht Agrarminister Alexej Gordejew von einem jähen Anstieg beim Umsatz illegal hergestellter Produkte mit hohem Alkoholgehalt. Allein wegen der fehlenden neuen Banderolen büßte der föderale Haushalt im Januar mehr als zwei Milliarden Rubel (knapp 60 Millionen Euro) ein. Die Verluste außeretatmäßiger Fonds werden von Experten auf 960 Millionen Rubel geschätzt. Auch die Produzenten selbst müssen erhebliche Verluste hinnehmen.

    Agrar-Industrie-Komplex Russlands soll auf Tierwirtschaft setzen

    MOSKAU (RIA Novosti). Das Hauptanliegen der Agrarwirtschaft ist die Förderung der Tierwirtschaft für die Belange der Fleischproduktion. Diese Ansicht vertrat der stellvertretende Vorsitzende der Staatsduma Russlands, Wladimir Pechtin, am Mittwoch in Moskau. Der Bestand an Großrindern solle nach seinen Worten zum Jahr 2008 um elf Prozent wachsen. Dafür sollten neue Farmen gebaut und alte modernisiert werden - insgesamt für 500 000 Tiere. Zudem sollen jedes Jahr bis zu einer Milliarde Rubel (knapp 30 Millionen Euro) für das Leasing von Landtechnik und -ausrüstungen bereitgestellt werden. Eine wichtige Aufgabe sei auch die Schaffung und Modernisierung der Infrastruktur für die Betreuung kleiner Agrarproduzenten. "Ins Leben gerufen werden sollen 550 Produktionskooperative wie auch knapp 1000 Kooperative für die Aufbereitung und den Vertrieb tierischer Fertigerzeugnisse. Geplant ist auch, das System der Kreditkooperation auf dem Lande und ein System von Hypothekarkrediten für den Erwerb von Grundstücken zu schaffen", sagte Pechtin.

    Wetterdienst brachte 2005 Nutzeffekt von 0,5 Milliarden Dollar

    MOSKAU (RIA Novosti). Der ökonomische Nutzeffekt infolge der Nutzung von Wettervorhersagen hat sich im vergangenen Jahr in Russland auf 13,9 Milliarden Rubel (knapp 0,5 Milliarden Dollar) belaufen. Das teilte Alexander Bedrizki, Chef des Föderalen Dienstes für Hydrologie, Meteorologie und Umweltkontrolle Russlands (Rosgidromet), am Mittwoch in Moskau mit. Am stärksten gefragt seien Wetterprognosen im Brennstoff- und Energiekomplex, im Transport, in der Kommunal- und in der Agrarwirtschaft gewesen.

    Rosatom-Chef Ende Februar zu Besuch in Iran

    MOSKAU (RIA Novosti). Der Chef der Russischen Atomenergie-Agentur Rosatom, Sergej Kirijenko, stattet vom 24. bis 26. Februar Iran einen Arbeitsbesuch ab. Auf der Tagesordnung stehen nahezu alle Fragen der bilateralen Kooperation, wurde am Mittwoch in Moskau mitgeteilt. In dieser Zeit solle in Iran eine Sitzung der russisch-iranischen Regierungskommission stattfinden, in der nicht nur die Zusammenarbeit in der Atombranche, sondern auch in allen anderen Bereichen diskutiert würde, teilte Kirijenko Journalisten mit. Er wolle auch das Atomkraftwerk Bushehr am Persischen Golf besichtigen, dessen ersten Energieblock russische Fachleute fertigstellen. Der iranischen Seite sollen auch Dokumente zur Gründung eines internationalen Zentrums für die Urananreicherung vorgelegt werden. "Unsere Aufgabe besteht darin, Iran ein Angebot zur Förderung der Atomenergie zu friedlichen Zwecken zu unterbreiten und der ganzen Welt zu zeigen, dass dies unter strikter Einhaltung des Nonproliferation-Regimes möglich ist", sagte der Behördenchef.

    Lukoil optimiert Verwaltung der Tochterunternehmen

    MOSKAU (RIA Novosti). Der größte russische Ölkonzern, Lukoil, optimiert derzeit die Struktur der Verwaltung seiner Tochterunternehmen. Zu diesem Zweck tauschten die Muttergesellschaft und ihre auf Operationen im Ausland spezialisierte Tochter Lukoil Overseas Aktiva aus. Ein entsprechender Beschluss wurde vom Vorstand von Lukoilgefasst, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Moskau mit. Lukoil Overseas stellte dem Mutterkonzern 100 Prozent der Papiere von Lukoil-Perm zur Verfügung und erhielt dafür 54 Prozent der Anteile an der Firma LUKArco, die bislang unmittelbar Lukoil gehört hatten. Der Tausch soll den Angaben zufolge bis 1. Juni dieses Jahres abgeschlossen sein. Lukoil-Perm ist für die Erkundung und Förderung von Öl und Gas in 23 Rayons am Fluss Kama im Uralgebiet zuständig. Lukoil-Perm wie auch ihre Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen besitzen 127 Öl- und Gasfelder. 2005 hatten Betriebe von Lukoil-Perm 10,3 Millionen Tonnen Öl und 909 Millionen Kubikmeter Gas gewonnen. LUKArco ist ein Joint Venture unter Beteiligung von British Petroleum (BP) und Lukoil. Das Gemeinschaftsunternehmen hält 12,5 Prozent der Anteile am Kaspischen Pipeline-Konsortium (KPK) und fünf Prozent an einem Projekt zur Erschließung des großen Öl- und Gasvorkommens Tengis im Westen von Kasachstan. 2005 waren in Tengis 13,6 Millionen Tonnen Öl und 3,4 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert worden.

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