23:35 17 August 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    "Nesawissimaja Gaseta": Centrica will sich an russischen Exportpipelines beteiligen

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 7 0 0
    MOSKAU, 14. Februar (RIA Novosti). Die langfristigen G8-Initiativen in der Energiewirtschaft sind überraschend schnell zur Geltung gekommen: Kaum hat Finanzminister Alexej Kudrin von einem gleichen Zugang zum "Exportrohr" gesprochen, da bekundete schon Centrica, Großbritanniens größte Gasverteilungsfirma, ihre Absicht, einen Anteil an den russischen Exportpipelines zu bekommen.

    Wie ein Centrica-Pressesprecher feststellte, habe diese Firma letzte Woche Anteile an einigen Pipelines in den Niederlanden bekommen, nun wolle sie einen Erwerb ähnlicher Vermögenswerte in Russland abwägen, berichtet die "Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag.

    "Sollte das geschehen, würde das die gesamte Investitionsgemeinschaft überraschen und einen beträchtlichen Kapitalzustrom in die Branche sichern", sagte Denis Borissow, Analytiker der Investitionsgesellschaft "Solid". "Denn heute müssen Firmen wie Surgutneftegas, Lukoil und andere, die Gas fördern, dieses faktisch zum Selbstkostenpreis - 20 bis 30 Dollar pro 1000 Kubikmeter - an Gasprom verkaufen."

    Die Initiative der britischen Gesellschaft bewertete er jedoch skeptisch. "Einfach so wird sich Gasprom von seinen Netzen nicht trennen wollen. Es ist noch längst nicht klar, wer stärkere administrative Ressourcen hat: die Liberalen, die für einen gleichberechtigten Zugang plädieren, oder die Mannschaft des Gasprom-Chefs Miller."

    Im Gasprom-Pressedienst hieß es, eine Beteiligung ausländischer Unternehmen an Gasprom-Pipelines komme nicht in Frage. "Ein gleicher Zugang im Bereich des Gasexports und Anteile an den Pipelines sind zwei völlig verschiedene Dinge", hieß es im Konzern.

    Indessen würde schon ein gleicher Zugang zum Exportrohr einen Zulauf ausländischer Unternehmen nach Russland intensivieren. Wie Denis Borissow meinte, interessieren sich diese in erster Linie für die Gasförderbetriebe. Solange es aber keine Garantie gibt, dass sie das Gas ans Ausland verkaufen dürfen, würden sie nicht nach Russland kommen.

    Bemerkenswerterweise hatten Gasprom-Vertreter zuvor von einem möglichen Erwerb der Firma Centrica gesprochen, was in England ein starkes Echo ausgelöst hat. Nach Ansicht von Timur Chairullin, Analitiker der Investmentgesellschaft "Finam" könnte die jüngste Erklärung der britischen Gesellschaft davon zeugen, dass sie sich weigern, an den russischen Monopolisten verkauft zu werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren