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    "Bisnes": Staat beeilt sich mit Erwerb von Alrosa-Aktien

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    MOSKAU, 26. Februar (RIA Novosti). Der Staat beeilt sich mit dem Aufkauf von Aktien des Rohdiamantenmonopolisten Alrosa und könnte nach Ansicht von Analytikern bereits im Herbst die Kontrolle über das Unternehmen bekommen, schreibt die Wirtschaftszeitung "Bisnes" am Sonntag.

    Geplant ist der Aufkauf der Aktien der Minderheitsaktionäre im Interesse der Hauptaktionäre, der Regierung Russlands und der Republik Jakutien, wonach das Föderationszentrum einen Anteil von 50 Prozent plus eine Aktie (heute 37 Prozent) bekommen und die Region 40 Prozent behalten wird. Für den Aufkauf der Aktien werden sowohl eigene als auch mobilisierte Bankmittel verwendet, der Stückpreis wird bei umgerechnet rund 12 000 Dollar liegen. Insgesamt sollen 240 Millionen Dollar ausgegeben werden. Das Zentrum für professionelle Schätzung hat indessen die Aktien der Gesellschaft 2,5 Mal höher bewertet.

    Dmitri Baranow, Chef der analytischen Abteilung der Gesellschaft "Prado Bankir i Konsultant", ist der Auffassung, dass der verkündete Zeitraum der Aufkaufofferte - bis zum 28. April - viel zu kurz ist. "Dieser kurze Zeitraum des Aktienaufkaufs ist offenbar mit dem Wunsch des Föderationszentrums verbunden, schon im Herbst die Kontrolle über die Gesellschaft zu übernehmen", so der Experte. Zugleich schließt er nicht aus, dass die Teilnehmer des Effektenmarktes versuchen könnten, Aktien der Minderheitsaktionäre noch früher und zu einem höheren Preis zu erwerben, um dann das gesammelte Aktienpaket des Diamantenkonzerns an die NAK-Bank (Tochterbank von Alrosa) weiter zu verkaufen. Das wird allerdings den eingeleiteten Prozess der Herstellung des Staatseigentums über Alrosa nicht mehr behindern können.

    Alrosa reagierte mit Besorgnis auf den Beschluss der Europäischen Kommission, dem globalen Diamantenkonzern De Beers beliebige Kaufoperationen mit den russischen Herstellern ab 2009 zu verbieten (zuvor war geplant gewesen, den Verkauf auf 275 Millionen Dollar im Jahr zu reduzieren). Das russische Unternehmen ist vorerst nicht bereit, künftige Änderungen seiner Exportpolitik zu behandeln.

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