00:44 26 September 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    ALROSA kauft Aktien von Minderheitsaktionären auf

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    JAKUTSK, 26. Februar (RIA Novosti). Die MAK-Bank, eine Tochter der Diamanten fördernden ALROSA AG, kauft die Aktien von Minderheitsbesitzern zu je 12 000 Dollar auf. Der Pressedienst der Gesellschaft verbreitete einen Pressebericht mit einer Aufforderung des ALROSA-Vorstandes an die Aktionäre, worin es heißt, dass der Ankauf der Aktien "im Interesse der Hauptaktionäre - der Regierung der Russischen Föderation und der Regierung der Republik Sacha (Jakutien)" erfolge.

    "Dieser Auftrag ist unmittelbares Ergebnis von Vereinbarungen zwischen der Führung der Russischen Föderation und der Führung der Republik Sacha (Jakutien) sowie den interessierten Ministerien und anderen zentralen Behörden. Die Übereinkünfte wurden im Zuge der Erfüllung des Auftrages von Russlands Präsident vom 8. April 2001 erzielt, der Maßnahmen zum Schutz des staatlichen Eigentums im Diamanten- und Brillantenkomplex der Republik Sacha (Jakutien) vorsieht", heißt es ferner im Pressebericht.

    Der Vorstand der Gesellschaft erklärt: "Entsprechend dem Beschluss des Aufsichtsrates der ALROSA AG werden die Aktien ausschließlich von ihrer Tochterbank MAK, all ihren Niederlassungen und Abteilungen gekauft, und zwar bis zum 28. April 2006 inklusive."

    Weiter heißt es in dem Bericht: "Zwecks operativer Begleitung dieser Maßnahmen ist eine gemeinsame Arbeitsgruppe zum rechtlichen und wirtschaftlichen Schutz der Interessen der Aktionäre gebildet worden."

    Jakutiens Präsident Wjatscheslaw Schtyrow sagte auf einer Pressekonferenz, der Erwerb von Aktien bei der Belegschaft sei ohne öffentliche Bekanntgabe eingeleitet worden. Seinen Worten zufolge habe der Vorstand der Gesellschaft den Aktienpreis mit 12 000 Dollar (bei einem Nominalpreis von 13 500 Rubeln) festgelegt.

    "Unser Preis ist doppelt so hoch wie jener, zu welchem die Schattenstrukturen die Aktien früher aufgekauft hatten", betonte der Präsident von Jakutien. Offenbar deshalb gehe der Prozess recht aktiv vor sich, meint er. Wie Schtyrow weiter sagte, habe die MAK-Bank, die im Auftrag der Gesellschaft handelt, an nur einem Tag rund 80 Aktien gekauft.

    Schtyrow teilte ferner mit, dass die gekauften Aktien in die Bilanz der Gesellschaft oder die Bilanz einer staatlichen Struktur aufgenommen und darauf der Regierung der Russischen Föderation übergeben werden sollen. Der Aktienaufkauf werde, so Jakutiens Präsident, zwei Aufgaben lösen helfen: die ausfallenden Einkünfte des Haushalts der Republik Jakutien kompensieren und den Regierungen des Landes und der Republik zu den erwünschten Anteilen am Grundkapital von ALROSA sichern.

    Etwas früher erklärte German Gref, Minister Russlands für Wirtschaftsentwicklung und Handel, ALROSA werde bei der Belegschaft des Konzerns die Aktien kaufen, bis die Russische Föderation das Kontrollpaket habe.

    Das föderale Zentrum hat die Absicht, den Anteil an ALROSA von 37 Prozent bis auf 50 Prozent plus einer Aktie zu erhöhen. Gegenwärtig gehören 23 Prozent der ALROSA-Aktien den Kleinaktionären, das heißt Vertretern der Belegschaft des Unternehmens.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren