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    Grundausrüstungen im russischen Flugzeugbau zu 48 Prozent verschlissen

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    MOSKAU, 28. Februar (RIA Novosti). Der Verschleiß der Grundausrüstungen in der Flugzeugbauindustrie Russlands im Jahre 2005 hat 48 Prozent betragen.

    Am Dienstag fand in Moskau eine erweiterte Sitzung des Ausschusses für die Entwicklung des Flugzeugbau- und Raumfahrtkomplexes bei der Industrie- und Handelskammer Russlands statt. Dabei ging Jewgeni Gorbunow, der Chef des Bereichs Flugzeugbauindustrie der Föderalen Industrieagentur (Rosprom), auf die Lage der Branche ein.

    "Im Jahre 2005 wurde die Produktion in der Flugzeugbauindustrie gedrosselt. Der Produktionsumfang im Militärsektor belief sich auf 98,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2004 und im Zivilsektor auf 97,4 Prozent", so Gorbunow.

    Ihm zufolge wurden im vergangenen Jahr in Russland acht Zivilflugzeuge gegenüber 13 solchen Maschinen im Jahre 2004 gebaut.

    Die Ursache dafür sieht Gorbunow in der Unrentabilität der russischen Flugzeugbaubetriebe. Außerdem können die russischen Fluggesellschaften wegen der steigenden Treibstoffpreise keine Maschinen aus einheimischer Produktion kaufen und sind gezwungen, Flugzeuge auf dem Sekundärmarkt im Ausland zu erwerben.

    Der Rosprom-Mitarbeiter teilte ferner mit, dass die Gewinne der russischen Flugzeugbaubetriebe im vergangenen Jahr 36,8 Prozent gegenüber 2004 betragen haben. Die Gesamtauslastung der Branche lag im Jahre 2005 bei 35 bis 40 Prozent.

    Außerdem ist die Beschäftigtenzahl in den Flugzeugbaubetrieben im Jahre 2005 um 6,5 Prozent zurückgegangen. "Das Durchschnittsalter der Angestellten der Betriebe nähert sich der Rentengrenze. Die Branche ist für Jugendliche unattraktiv", konstatierte der Gorbunow.

    Auf Vorschläge zur Entwicklung der Flugzeugbauindustrie in Russland eingehend, sagte der Experte, die Preise für Komplettierteile für die Flugzeugbauindustrie müssten wenigstens für drei Jahre stabilisiert werden.

    Oleg Barmin, stellvertretender Chef des Bereichs Bewaffnung der Luftstreitkräfte Russlands, bemerkte dazu, dass vor allem die konkurrenzfähigen Branchen des Flugzeugbaus, insbesondere der Bau von Kampfflugtechnik und die Technologien doppelter Bestimmung, unterstützt werden müssen.

    Nach Angaben von Barmin ist der Staatsauftrag über den Kauf von Flugzeugen im Jahr 2006 um 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 gestiegen. "Aber der Finanzierungsumfang ist bedauerlicherweise noch unzureichend. Es fehlen noch die nötigen Geldmittel (zur Bezahlung dieses Staatsauftrages)", fügte er hinzu.