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    "Wedomosti": Russland wird Algeriens Armee neu ausrüsten

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    MOSKAU, 09. März (RIA Novosti). Während des bevorstehenden Algerien-Besuchs Wladimir Putins könnte das größte Paket von Waffenlieferverträgen in der gesamten postsowjetischen Geschichte gebilligt werden, berichtet die Tageszeitung "Wedomosti" am Donnerstag.

    Mit dem vier Milliarden Dollar teuren Geschäft werden russische Betriebe für mehrere Jahre im Voraus ausgelastet. Außerdem wird sich dieses Geschäft unmittelbar auf eine Reihe von Militärprogrammen des Verteidigungsministeriums Russlands auswirken.

    Wie aus einer dem Waffenexportunternehmen "Rosoboronexport" nahe stehenden Quelle zu erfahren war, sind Verträge über die Lieferung von 40 Jagdflugzeugen des Typs MiG-29 SMT, 28 Jägern vom Typ Su-30 MK, 16 Übungs- und Kampfflugzeugen Jak-130, von Fla-Raketensystemen S-300 PMU für acht Abteilungen und rund 40 Panzern des Typs T-90 praktisch paraphiert. All diese Geschäfte sollen nach dem Besuch des russischen Präsidenten endgültig gebilligt werden.

    Nachdem Algerien 1962 die Unabhängigkeit erlangt hatte, waren die UdSSR und später Russland und andere GUS-Länder die größten Rüstungslieferanten für die algerische Armee. Algeriens Schulden gegenüber Russland betragen umgerechnet 2,2 Milliarden Dollar.

    Nach den Worten von Marat Kenschetajew, Experte des Zentrums für das Studium von Abrüstungsproblemen, handelt es sich faktisch um eine Neuausrüstung der algerischen Armee. Von 1962 bis 1991 habe Algerien Waffen für rund zehn Milliarden Dollar bei der UdSSR gekauft. Im Laufe der gesamten 90er Jahre lagen diese Lieferungen unter 500 Millionen Dollar, in den 2000er Jahren beliefen sie sich höchstens auf 100 Millionen Dollar im Jahr.

    "Mit diesem Vertragspaket werden die Positionen des Unternehmens ,MiG' gegenüber der stärkeren Marke ,Suchoi' ausgeglichen", stellte Kontantin Makijenko, Experte des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse, fest. "Das Unternehmen ,MiG' wird in der russischen Flugzeugindustrie nach dem Unternehmen ,Irkut' das zweitgrößte Bestellungspaket haben." Damit würden auch Chancen des Jagdflugzeugs MiG-35 beim indischen Ausschreiben, bei dem es um den Erwerb von 126 Jagdflugzeugen im Wert von neun Milliarden Dollar geht, radikal erhöht.

    In Russland selbst sei eine Revision des Ausgangs eines Wettbewerbs um die Entwicklung eines Jagdlfugzeugs der fünften Generation (2001 gewann ihn das Unternehmen "Suchoi") zugunsten der leichteren MiG-Maschine möglich.

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