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    "Kommersant": Russlands Wirtschaft wird den Anti-Terror-Kampf bezahlen

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    MOSKAU, 09. März (RIA Novosti). Wladimir Putin hat mit seiner Anweisung vom 28. Februar Russlands Unternehmervereinigungen beauftragt, sich an der Finanzierung des Nationalen Anti-Terror-Komitees zu beteiligen, berichtet "Kommersant" am Donnerstag.

    Wie aus einer den bewaffneten Strukturen nahestehenden Quelle zu erfahren war, handelt es sich um eine "freiwillige Finanzierung" der Anti-Terror-Aktivitäten im Rahmen des Nationalen Anti-Terror-Komitees "durch die größten Unternehmerstrukturen Russlands". Mit der Koordinierung von Bemühungen um die Herstellung eines Systems der privaten Finanzierung der Anti-Terror-Aktivitäten der Sicherheitsbehörde FSB soll Wladimir Koschin, Chef der Geschäftsführung des Präsidenten Russlands, beauftragt werden.

    Die Anweisung wurde zwar noch nicht offiziell ausgesandt, der Bürochef der Russischen Industriellen- und Unternehmervereinigung RSPP, Alexander Schochin, bestätigte aber am Mittwoch, er "weiß Bescheid, dass es ein solches Dokument gibt", wenn er auch mit dessen Inhalt noch nicht bekannt gemacht wurde. Nächste Woche werde allerdings das RSPP-Büro Fragen behandeln, die mit der Präsidentenanweisung verbunden sind.

    Dina Krylowa, Mitglied des Präsidiums und Exekutivdirektorin der Unternehmervereinigung "OPORA Rossii", weiß nichts über dieses Dokument. "Wir vertreten das Klein- und mittelständische Unternehmertum, insofern ist es nicht verwunderlich, dass uns davon nichts bekannt ist", meinte sie.

    Die Leiter der Unternehmervereinigungen bestehen indessen darauf, dass die Gründung privater "Anti-Terror-Fonds" freiwillig sein müsste. "Alles, was nicht freiwillig ist, sind Verpflichtungen gegenüber dem Staat, die in der Form von Steuern abgeführt werden", erklärte Krylowa.

    "Sollte die Finanzierung auf der Grundlage eines ,sanften Zwangs' erfolgen, so ist das nicht besonders zivilisiert", betonte auch Anton Danilow-Daniljan, Vorsitzender des Expertenrates der Unternehmervereinigung "Delowaja Rossija".

    Konstantin Babkin, Präsident des Verbands der Agrartechnikhersteller "Sojusagromasch", hofft darauf, dass es "ein Appell und kein Befehl" sein würde, dessen "Verweigerung nicht bestraft" werde. Alexander Chandrujew, Vizepräsident des Fonds "Reforma", ist zuversichtlich: "Mit Spenden an die Macht werden gewisse Indulgenzen erkauft. Wir haben genügend untertänige Unternehmer." Juri Kobaladse, geschäftsführender Dirketor der Investmentgesellschaft "Renaissance Capital", teilt diese Meinung: "Wenn das Geld gegeben wird, dann ist der Staat gut beraten, es auch zu nehmen."

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