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    Versicherungsmarkt in Russland - nach der Flaute noch kein Boom

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    MOSKAU, 09. März (RIA Novosti). Die jüngste Bilanz der Entwicklung des russischen Versicherungsmarktes, die die staatliche Versicherungsaufsichtsbehörde gezogen hat, kann man nicht als beeindruckend nennen.

    Der Versicherungsmarkt war 2005 insgesamt von einem minimalen Wachstum (vier Prozent) gekennzeichnet. Doch die Versicherungsanstalten sehen darin keine Anzeichen einer Flaute.

    Die von der Zeitung "Iswestija" befragten Versicherungsgesellschaften geben zu, dass das wichtigste Ereignis 2005 harte Maßnahmen der staatlichen Aufsichtsbehörde waren, die den Versicherungsmarkt von zweifelhaften Methoden (Pseudoversicherungen) und kapitalschwachen Unternehmen reinigten. Im Ergebnis verschwanden 228 Unternehmen vom Markt und als Folge reduzierten sich Versicherungsprämien.

    Nach Schätzungen von Analysten der Ingosstrach-Versicherung, verringerte sich dabei die Anzahl von Versicherungsformen in den besonders gesättigten Marktsegmenten - Lebens- und Risikoversicherung - rund um 60 Prozent".

    Neben der Reduzierung von Pseudoversicherungen zeigte die reale Versicherung eine recht gute Dynamik. So nahm der Prämienumfang bei Sach- und Personenversicherung um 21 Prozent und bei der freiwilligen Haftpflichtversicherung um 32,8 Prozent zu.

    Die Analysten von Ingosstrach begründen das überdurchschnittliche Wachstum in einigen Marktsegmenten mit drei Faktoren: Entwicklung des Versicherungsangebots für Privatpersonen; vor allem Versicherung von Transportmitteln; eine zunehmende Nachfrage für freiwillige medizinische Versicherung unter den Arbeitgebern bei Verteuerung medizinischer Leistungen; auf den Markt der freiwilligen Haftpflichtversicherung sind neue, darunter auch sehr mächtige Anbieter gekommen (Kapital Strachowanije, RESO-Garantija).

    Die führenden Unternehmen auf dem Markt der realen Versicherung verweisen darauf, dass die Prämien bei vielen Versicherungsarten um 50 Prozent zugenommen haben. Bei Ingosstrach z. B. betrug der Prämienzuwachs bei der freiwilligen Personenversicherung 62,1 Prozent, bei Sachversicherung 49,2 Prozent und bei Haftpflichtversicherung gar 97,3 Prozent.

    Nach Expertenmeinungen wird sich die freiwillige Kfz-Versicherung 2006 deutlich entwickeln. Auch bei der Versicherung von Hypothekenkrediten sei ein großes Wachstumstempo zu erwarten. Wie der Direktor der Versicherungsgesellschaft "Stadart-Reserv", Viktor Jun, meint, ist das darauf zurückzuführen, dass "die Hypothek in der letzten Zeit eine solide Entwicklung erfahren hat und eine der Prioritäten in der Politik des Staates geworden ist".

    Wie die Experten schätzen, sollte sich die Hypothekenversicherung mindestens verdoppeln, was der Einstieg von neuen großen Unternehmen mit ausländischem Kapital verspricht.

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