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    "Nowyje Iswestija": Ausländische Investitionen unterminieren russische Industrie

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    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Ausländische Investitionen ins Kreditsystem und in die Rohstoffbranchen unterminieren die Sicherheit Russlands. Zu diesem Schluss gelangten am Dienstag Teilnehmer des Moskauer Diskussionsklubs über Stelle und Rolle ausländischen Kapitals in der gegenwärtigen Entwicklungsstrategie des Landes, berichtet die "Nowyje Iswestija" am Mittwoch.

    Nach Ansicht von Experten wäre der Westen bereit, Geld nur in die Branchen zu investieren, die ohnehin ausreichend entwickelt sind.

    Michail Deljagin, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Globalisierungsprobleme, erinnerte daran, dass rund 70 Prozent der Eigentumswerte des zaristischen Russlands in den wichtigsten Industriebranchen, u. a. im Maschinenbau und in der Kohleförderung, Anfang des 20. Jahrhunderts dem ausländischen Kapital gehörten. Als die Revolution ausbrach, schrieben die Ausländer ihre Aktiva als Verluste ab und flüchteten mit ihrem ganzen Geld ins Ausland. Jetzt könnte sich die Situation wiederholen, meint der Experte.

    Die russischen Unternehmer, die nun zusehen, wie sich der Staat nach einer WTO-Mitgliedschaft sehnt, womit dem westlichen Kapital damit Tür und Tor geöffnet wird, bringen nun ihre Milliarden ins Ausland in der Form langfristiger Investitionen.

    Leonid Grigorjew, Präsident des Instituts für Energiewirtschaft und Finanzen, meint ebenfalls, dass Russland heute ein "Kapitalexporteur" ist. Ausländisches Geld kommt hauptsächlich als kurzzeitige Investitionen nach Russland.

    "In erster Linie der russische Staat könnte dem russischen Unternehmertum helfen", so Deljagin. Die Behörden erweisen ihm aber einen Bärendienst. Statt beispielsweise Betriebe zu modernisieren, die Kfz-Zulieferteile herstellen, stimuliert das Ministerium für Industrie und Energiewirtschaft den Zusammenbau ausländischer Autos. Der Staat hat den Ausländern die Grenzen geöffnet, deshalb "könnte die Branche, die Zulieferteile herstellt, zusammen mit allen dortigen Beschäftigten abschreiben".

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