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    "Gazeta.Ru": Rosneft wird IPO mit Yukos bezahlen

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    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Um die Aktiva der staatlichen Ölgesellschaft Rosneft im Vorfeld deren Börsengangs (IPO) zu konsolidieren, wird der Staat die Ölfirma Yukos endgültig pleite machen, schreibt die Internetzeitung "Gazeta.Ru".

    Rosneft-IPO soll noch vor dem Oktober 2006 stattfinden, damit die Ölgesellschaft den im September 2005 gewährten Kredit von ABN AMRO Bank, Dresdner Kleinwort Wasserstein, JP Morgan und Morgan Stanley in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar termingemäß tilgen kann.

    Wirtschaftsminister German Gref, der am Dienstag den IPO-Termin in diesem Jahr erneut bestätigt hat, verhehlte nicht, dass der Kreml in erster Linie an einer Tilgung der Verschuldung des Unternehmens Rosneftegas interessiert ist, dem 99,9 Prozent der Rosneft-Aktien gehören. Nach Grefs Worten soll der Verkauf des staatlichen Aktienpakets der Firma Rosneft "mindestens 15 Milliarden Dollar" bringen.

    Experten stimmen darin überein, dass das Problem der Konsolidierung der wichtigsten Eigentumswerte von Rosneft das Haupthindernis auf dem Weg zu IPO ist. "Das betrifft in erster Linie die Ölfirma Yukos, weil diese in Ungnade gefallene Firma im Falle eines Zusammenschlusses ein Aktienpaket bei Rosneft bekommen würde. Außerdem würde das Yukos die Möglichkeit bieten, gegen Russlands Behörden weiter zu prozessieren, was Investoren wegscheuchen würde", stellt Andrej Gromadin, Analytiker der MDM-Bank, fest.

    Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass die Behörden einen Weg zur Lösung des Problems gefunden haben, und zwar ein Bankrott der Firma Yukos. Ein erster Schritt in dieser Richtung war die Forderung der westlichen Gläubigerbanken der Ölgesellschaft nach einem Yukos-Bankrott. Wird Yukos vor der Konsolidierung der Aktiva bankrott gemacht, so wird dieses Unternehmen keinen Anteil am konsolidierten Unternehmen Rosneft bekommen.

    "Die Banken, die ein Yukos-Bankrott gefordert haben, ist die gleiche Gruppe von Banken, die sich mit Rosneft-IPO beschäftigen", stellte ein Experte fest, der nicht genannt werden wollte.

    Er schließt eine Abmachung nicht aus, dergemäß diese Banken Yukos zu einem Bankrott führen, während Rosneft die Schulden der Gesellschaft an sie zurückzahlt.

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