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    "Bisnes": TNK bietet Gasprom Aktienmehrheit am Vorkommen Kowykta

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    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Das Unternehmen TNK-Holding hat sein Angebot an den Konzern Gasprom über den gemeinsamen Abbau des Gaskondensatvorkommens Kowykta in Ostsibirien konkretisiert, berichtet die Wirtschaftszeitung "Bisnes" am Mittwoch.

    Die russisch-britische Gesellschaft wäre bereit, das Kontrollpaket in der auf der Basis des Vorkommens gegründeten Holding an Gasprom abzutreten.

    Der Gasmonopolist wartet vorerst ab, alles kann sich aber ändern, wenn während des für die nächste Woche geplanten Peking-Besuchs von Präsident Wladimir Putin eine Einigung über russische Gaslieferungen nach China erzielt werden.

    Gemäß einem Plan der TNK-Holding sollen vier Unternehmen zum Konsortium gehören. In dem Unternehmen, das sich mit der Förderung befassen wird, will das Unternehmen TNK-BP das Kontrollpaket für seine Tochterfirma Rusia Petroleum sichern. Zugleich wäre die Holding bereit, ihre Pipeline-Aktiva an Gasprom abzutreten. Viktor Wekselberg, Exekutivdirektor für die Entwicklung der Gasprojekte der Gesellschaft, schlägt vor, das Gasabsatzunternehmen "genauso aufzuteilen wie die Holding", d. h. 51 Prozent an Gasprom zu geben. Das vierte Unternehmen soll sich mit der Gasverarbeitung befassen.

    Zuvor hatte Gasprom eindeutig zu verstehen gegeben, dass das Projekt Kowykta (die erkundeten Gasvorräte werden auf mehr als 1,4 Billionen Kubikmeter und die von Kondensat-Vorräte auf 95 Millionen Tonnen geschätzt) nicht zu seinen Prioritäten in Ostsibirien gehört.

    Nach Ansicht von Anton Rubzow, Analytiker der Gesellschaft Rye, Man & Gor Sec, ist das TNK-BP-Angebot an Gasprom überaus günstig. Der Konzern hat bereits an Investitionen in die Erschließung gespart, zugleich wäre TNK-Holding bereit, das geförderte Gas praktisch fifty-fifty zu teilen.

    Dennoch wartet Gasprom weiterhin vorerst ab, weil es noch keine Verpflichtungen hinsichtlich eventueller Gaslieferungen in die Länder des Asiatisch-Pazifischen Raums gibt, die mit Exportressourcen des Vorkommens Kowykta gedeckt werden könnten, meinte Michail Armjakow, Leiter der analytischen Abteilung der Investitionsgesellschaft RIM.

    Die Situation kann sich aber schon in den nächsten Tagen ändern. Während des China-Besuchs von Präsident Putin könnten die Seiten nächste Woche einen Vertrag über die Versorgung Chinas mit russischem Gas unterzeichnen. Die VR China hat bereits mehrmals sein Interesse daran bekundet.