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    Bedingungen für WTO-Beitritt dürfen Russlands Souveränität nicht beinträchtigen

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    Der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für GUS-Angelegenheiten, Andrej Kokoschin, äußerte die Meinung, dass die Bedingungen für Russlands WTO-Beitritt die Souveränität des Landes nicht beeinträchtigen dürfen.

    MOSKAU, 12. April (RIA Novosti). Der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für GUS-Angelegenheiten, Andrej Kokoschin, äußerte die Meinung, dass die Bedingungen für Russlands WTO-Beitritt die Souveränität des Landes nicht beeinträchtigen dürfen.

    Diese Bedingungen sollten eine vorrangige Entwicklung der Verarbeitungsindustrie, vor allem der wissenschaftsintensiven, gewährleisten, sagte Kokoschin am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten.

    Diese Wirtschaftszweige seien nicht nur eine Gewähr für das Wirtschaftswachstum, sondern auch für die reale Souveränität des Landes.

    Versuche der amerikanischen Seite, Russland solche Beitrittsbedingungen aufzuzwingen, die der russischen Industrie und dem Agrarsektor einen ernsthaften Schaden zufügen können, werden von Russland abgewehrt, ist sich der Parlamentarier sicher.

    Es gelte, auch beim WTO-Beitritt zu berücksichtigen, dass in Russland ein funktionsfähiges nationales Banksystem aufgebaut werden muss. Eben ein solches Banksystem sei eines der wichtigsten Merkmale der realen Souveränität eines Landes.

    Wie Kokoschin ferner betonte, haben die Länder Osteuropas einen beträchtlichen Teil ihrer Selbständigkeit eingebüßt, weil auf ihren Territorien praktisch keine nationalen Banken mehr existieren. Das sei darauf zurückzuführen, dass sie der WTO unter den Bedingungen des Westens beigetreten waren, der an einer globalen Dominanz seiner Finanzinstitute interessiert ist.

    Eine ähnliche Gefahr droht gegenwärtig auch dem ukrainischen Bank- und Versicherungssektor, warnte Kokoschin.

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