07:37 22 August 2017
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    "Iswestija": Räuber, Beamte und Abgeordnete attackieren die Holzwirtschaft

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    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Trotz der spektakulären Erklärungen von Beamten hinsichtlich der Notwendigkeit des Kampfes gegen die illegalen Übernahmen von Betrieben terrorisieren "feindliche Strukturen" weiterhin erfolgreiche Unternehmen des Holzwirtschaftskomplexes mit Hilfe von Vertretern der Exekutiv- und der Legislativmachtorgane, berichtet die "Iswestija" am Montag.

    Die beiden größten Zellstoff- und Papierbetriebe - das Kombinat Archangelsk und das Kombinat "Wolga" - versuchen nun, allgemeine Aufmerksamkeit auf die Raubüberfälle gegen ihre Unternehmen zu lenken.

    Die Zeiten der "gewaltsamen Übernahmen" sind längst vorbei. Wie die Betriebsleiter feststellen, wird nun der Kampf mit Hilfe von zahlreichen Kontrolleuren sowie der staatlichen Zoll- und Steuerbehörden geführt. Die Kontrollen werden von Staatsduma-Abgeordneten initiiert.

    Heinz Zinner, Vorsitzender des Direktorenrates des Zellstoff- und Papierkombinats Archangelsk, stellt fest, dass gegen das Management des Betriebs bereits seit mehr als drei Jahren ein Beamtenkrieg geführt wird. Fakten eines unverhüllten Einsatzes von Staatsanwaltschaft und Polizei bei Geschäftskonflikten liegen auf der Hand.

    In den letzten sechs Monaten richteten acht Staatsduma-Abgeordnete Anfragen hinsichtlich der Finanz-, der Wirtschafts-, der Tarif- und der Absatzaktivitäten des Kombinats Archangelsk an diverse Dienststellen, bestätigte Wladimir Beloglasow, Generaldirektor des Kombinats. Nämlich an den Generalstaatsanwalt, den Innenminister und den Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes. "Die Abgeordneten begründen ihre Beunruhigung in der Regel mit ,Appellen von Bürgern', mit Besorgnissen anonymer Experten bzw. mit Presseveröffentlichungen", so Beloglasow. "Keiner dieser Abgeordneten hat aber mit dem Gebiet Archangelsk etwas zu tun."

    Alexander Sonin, Generaldirektor des Kombinats "Wolga", fügte hinzu, dass der Geschäftskrieg mit Hilfe derselben Vertreter der Exekutiv- und der Legislativmachtorgane geführt werden. "Die Steuer- und die Zollkontrollen haben bei uns auf Anfrage von zwei Staatsduma-Abgeordneten praktisch zur gleichen Zeit wie im Kombinat Archangelsk begonnen", stellte Sonin fest.

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