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    Zwei große russische Einzelhandelsketten planen IPO

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    MOSKAU, 11. Mai (RIA Novosti). Zwei große russische Einzelhandelsketten - Lenta und Paterson - planen die Erstplatzierung (IPO) ihrer Aktien.

    Analysten schätzen die Vermögenswerte von Lenta auf mehr als eine Milliarde Dollar und die von Paterson auf 300 Millionen bis 600 Millionen Dollar. Experten warnen davor, dass es 2007 auf dem Markt an Platz für Einzelhändler mangeln wird, die ihrer Papiere unterbringen wollen.

    Zwei Investmentbanker, die über die Pläne von Lenta unterrichtet sind, bestätigten der russischen Zeitung "Business", dass die Handelskette für etwa 2007 einen Börsengang plane. Weder die Börse noch die Höhe des zu versteigernden Pakets sind bekannt. Die Erstplatzierung von Lenta-Aktien solle von Brunswick UBS und UralSib organisiert werden.

    Den Angaben zufolge habe sich Paterson für das Investmenthaus Renaissance Capital als Mitorganisator der Erstplatzierung entschieden. Zum zweiten Mitorganisator könnte Deutsche UFG werden. 2007 dürften bis zu 20 Prozent der Paterson-Aktien an der Börse untergebracht werden.

    2005 wurde auf dem Markt darüber spekuliert, dass der weltweit größte Einzelhändler, WalMart, an der Übernahme von Lenta interessiert sei. Einigen Angaben zufolge konnten sich die Seiten allerdings nicht auf den Übernahmepreis einigen.

    Am 12. November 2004 hatte die russische Handelskette Sedmoi Kontinent ihre Aktien an der Moskauer RTS- und der MICEX-Börse platziert. Für ein Paket von 15 Prozent der Anteile erwirtschaftete das Unternehmen etwas mehr als 80 Millionen Dollar.

    Am 6. Mai 2005 verkaufte die Handelskette Piatyorochka an der Londoner Wertpapierbörse (LSE) 30 Prozent ihrer Aktien für 598 Millionen Dollar. Am 28. April ging auch der russische Discounter Magnit an die LSE und verkaufte 18,9 Prozent seiner Aktien für 368 Millionen Dollar.

    Im Zuge der Übernahme von Piatyorochka wird der Einzelhändler Perekryostok einheitliche Aktien des fusionierten Unternehmens ebenfalls an der Börse platzieren. IPO-Pläne wurden auch von den Discountern Kopeika, Dixi und Marta bekannt gegeben. Unter allen russischen Handelsketten mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Dollar wird somit nur Viktoria kein öffentliches Unternehmen bleiben.

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