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    Suchoi verhandelt aktiv über Lieferung von RRJ-Flugzeugen an russische Fluglinien

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    MOSKAU, 23. Mai (RIA Novosti). Das Unternehmen Suchoi-Zivilflugzeuge verhandelt aktiv mit den russischen Fluglinien Transaero, Dalavia und Pulkowo über die Lieferung neuer Regionalflugzeuge der RRJ-Familie (Russian Regional Jet).

    Das teilte der Generaldirektor der Firma, Viktor Subbotin, am Dienstag in Moskau mit. "Wir haben eine Strategie zur Erschließung russischer und ausländischer Luftfahrtmärkte erarbeitet. Dabei wird Russland die allerhöchste Priorität eingeräumt: Aktive Gespräche werden mit Transaero, Dalavia und Pulkowo geführt. Die ersten Verträge dürften noch in diesem Jahr unterzeichnet werden", sagte der Direktor.

    Suchoi-Zivilflugzeuge stünden auch mit SAS in Verhandlungen, einem der größten skandinavischen Flugunternehmen. Er rechne mit einem Abschluss über 22 Maschinen, sagte Subbotin. Verhandelt werde nach seinen Worten auch mit Air France.

    Valeri Okulow, Chef von Aeroflot, der größten russischen Fluglinie, sagte, die russischen Flughäfen bedürfen zur Abfertigung der neuen RRJ-Flugzeuge einer ernsthaften Modernisierung. "Mindestens 28 Flughäfen müssen rekonstruiert werden. Gegenwärtig tragen nur drei russische Flughäfen den ICAO-Normen der dritten Kategorie Rechnung." Dabei sagte Okulow, dass der Wert neuer Flughafen-Navigationstechnik zwischen vier und sechs Millionen US-Dollar betrage.

    Zuvor wurde mitgeteilt, dass die Aeroflot-Aktionäre den Kauf von 30 RRJ-Flugzeugen gebilligt hatten. Aeroflot und Suchoi hatten am 7. Dezember 2005 einen Vertrag über die Lieferung von 30 Maschinen unterzeichnet.

    Die RRJ-Familie beinhaltet sechs Modelle: RRJ-60, RRJ-75 und RRJ-95 mit entsprechend 60, 75 und 95 Sitzen wie auch mit unterschiedlicher Flugweite. Der Jungfernflug ist für November 2006 und die Inbetriebnahme der Maschine für Ende 2007 - Anfang 2008 geplant.

    Der Markt für RRJ-Maschinen wird von Experten bis zum Jahr 2023 auf 5400 bis 5600 Stück geschätzt. Wertmäßig bedeutet das etwa 100 Mrd. Dollar. Nach derzeitigen Plänen will Suchoi mindestens 700 Maschinen der RRJ-Familie bauen. 35 Prozent davon könnten in Nordamerika abgesetzt werden. 25 Prozent gehen voraussichtlich nach Europa, 10 Prozent nach Lateinamerika und 7 Prozent nach Russland und China.

    RRJ ist eines der größten Flugzeugbauprogramme im Bereich der russischen Zivilluftfahrt. An dem Projekt beteiligen sich neben Suchoi auch das Konstrukteursbüro Jakowlew, der Iljuschin-Komplex und der US-Flugzeugbauer Boeing. Am stärksten gefragt ist das Modell RRJ-95.

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