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    Fitch setzte Bewertung für Sewerstal auf Credit Watch Liste mit positivem Ausblick

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    MOSKAU, 26. Mai (RIA Novosti). Nach der Bekanntgabe der Fusionspläne zwischen dem Luxemburger Konzern Arcelor und dem russischen Stahlkocher Sewerstal hat die internationale Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit des russischen Unternehmens auf die Credit Watch Liste mit "positivem" Ausblick gesetzt.

    Das teilte die Agentur am Freitag in Moskau mit. Die Bewertung für langlaufende Verbindlichkeiten von Sewerstal in Fremdwährungen liege derzeit bei "BB-" und bei kurzlaufenden Verbindlichkeiten bei "B". Die Kreditwürdigkeit des Konzerns auf der russischen Skala ist bei "A+(rus)" eingestuft. Der Ausblick der Ratings ist "stabil".

    Vorläufigen Analysen zufolge wird die Fusion vor allem auf der Basis eines Aktientauschs erfolgen, wenngleich Sewerstal auch Bargeld an Arcelor auszahlen wird. Die Zusammenlegung muss noch von den zuständigen Kartellbehörden und Arcelor-Aktionären gebilligt werden, so Fitch.

    Am Freitag hatten der luxemburgische Stahlkocher Arcelor, weltweit Nummer zwei der Branche, und der zweitgrößte russische Stahlproduzent Sewerstal ihre Fusionspläne bekannt gegeben. Im Übernahmekampf gegen Branchenprimus Mittal Steel sollen sich Arcelor und Sewerstal zum weltgrößten Stahlkonzern zusammenschließen. Das fusionierte Unternehmen soll einen Jahresumsatz von etwa 46 Milliarden Euro haben und über 70 Millionen Tonnen Stahl im Jahr produzieren.

    Sewerstal wird vom russischen Großindustriellen Alexej Mordaschow geführt. Im Rahmen der Vereinbarung wird Mordaschow neben der Übertragung seiner Sewerstal-Anteile 1,25 Milliarden Euro an Arcelor zahlen. Insgesamt werde Mordaschow 295 Millionen neu auszugebende Arcelor-Aktien zu einem Preis von jeweils 44 Euro erhalten. Somit wird er mit einem Anteil von etwa 32 Prozent größter Arcelor-Aktionär. Die Arcelor-Anteilseigner sollen künftig 68 Prozent an dem neuen Unternehmen halten.

    2005 hatte Sewerstal 17,1 Millionen Tonnen Stahl produziert. Die Einnahmen beliefen sich 2005 auf 7,5 Milliarden Dollar und der Reingewinn 1,4 Milliarden Dollar. Arcelor setzte in dem Berichtszeitraum 32,6 Milliarden Euro um. Die beiden Unternehmen sollen im Juli dieses Jahres zusammengeführt werden, wenn die zuständigen Kartellämter die Fusion gebilligt haben.

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