11:40 18 Oktober 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Gasprom rechnet mit positivem Urteil europäischer Umweltschützer für NEGP

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    BERLIN, 26. Mai (RIA Novosti). Gasprom rechnet mit einem positiven Urteil der europäischen Umweltschützer für die Nordeuropäische Gaspipeline (NEGP) durch die Ostsee.

    Dies sagte der stellvertretende Vorstandschef von Gasprom Alexander Medwedew am Freitag auf einer Pressekonferenz in Brüssel. Die Besorgnis einiger Staaten um etwaige negative ökologische Auswirkungen der Pipeline nahm er mit Verständnis auf. Es werden alle notwendigen Schritte unternommen, um dies zu verhindern, sagte Medwedew, der bei Gasprom für das Exportgeschäft zuständig ist.

    "Außer den dort befindlichen Chemiewaffenlagerstätten gibt es auf dem Grund der Ostsee keine Gefahren für die Umwelt", stellte Medwedew fest. Bei der Planung der Pipeline sei eine sichere Route gewählt worden, versicherte er.

    Um den zahlreichen Spekulationen über die angebliche Umweltgefahr der Pipeline zu entgegnen, wird das Projekt völlig transparent abgewickelt, sagte Medwedew. "Wir planen eine spezielle Konferenz zu diesem Thema, um alle offenen Fragen zu beantworten und den letzten Verdacht auszuräumen."

    Durch die Nordeuropäische Gasleitung (auch Ostsee-Pipeline genannt) soll das Erdgas von Russland erstmals direkt - ohne Umweg über Transitländer - nach Westeuropa befördert werden. Die Bauarbeiten haben 2005 begonnen und sollen sechs Jahre dauern. Die Pipeline mit einer Durchlasskapazität von 55 Milliarden Kubikmetern im Jahr soll vom russischen Ostseehafen Wyborg bei Sankt Petersburg bis nach Greifswald in Deutschland auf dem Grund der Ostsee gebaut werden. Die Investitionen werden auf 10,5 Milliarden Dollar geschätzt. Sechs Milliarden Dollar davon sind laut Gasprom für die Errichtung des oberirdischen Teils notwendig. Die Verlegung auf dem Grund der Ostsee soll 4,5 Milliarden Dollar kosten.

    Betreiber des NEGP-Projekts ist die North European Gas Pipeline Company SA (NEGP). An der Firma ist der russische Gaskonzern Gasprom mit 51 Prozent beteiligt, die deutschen E.ON und BASF mit jeweils 24,5 Prozent. Ende März wurde der deutsche Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Betreibergesellschaft gewählt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren