00:53 20 Oktober 2018
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    Yukos verkaufte Mehrheitsanteil an Mazeikiu Nafta an polnischen Energiekonzern PKN Orlen

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    LONDON, 26. Mai (RIA Novosti). Der angeschlagene russische Ölkonzern Yukos hat seinen 53,7-prozentigen Anteil an der litauischen Raffinerie Mazeikiu Nafta für knapp 1,5 Milliarden US-Dollar an den polnischen Energiekonzern PKN Orlen verkauft.

    Das bestätigte offiziell das Londoner Yukos-Büro am Freitag. "Das Abkommen mit einem Volumen von 1,492 Milliarden Dollar wurde heute in Amsterdam unterzeichnet", sagte eine Repräsentanzsprecherin. Der Deal sei mit der Regierung Litauens abgestimmt und von ihr abgesegnet. Litauen hält 40,66 Prozent der Anteile an Mazeikiu Nafta, der größten Raffinerie in Osteuropa.

    Die litauische Regierung wird 30,66 Prozent der Mazeikiu-Anteile voraussichtlich ebenfalls an den polnischen Konzern verkaufen.

    Die Transaktion wurde möglich, nachdem ein Konkursgericht von New York das Verbot für den Verkauf ausländischer Aktiva von Yukos aufgehoben hatte. Das Verbot war zuvor auf Bitte von Yukos-Konkursverwalter Eduard Rebgun verhängt worden. "Wir sind glücklich über die Entscheidung (des US-Gerichts). Sie führte vor Augen, dass Yukos in den Beziehungen mit Herrn Rebgun recht hatte und der für das Paket von Mazeikiu Nafta festgelegte Prei angemessen ist", sagte die Yukos-Sprecherin.

    Da das Geschäft nach dem niederländischen Gesetz abgewickelt wurde, wird die Justiz der Niederlande den Erlös verwalten. Rebgun hatte nach seiner Einlenkung dennoch darauf bestanden, dass der erwirtschaftete Erlös für die Tilgung von Yukos-Schulden genutzt wird.

    Zum Konzern Mazeikiu Nafta gehören die einzige Ölraffinerie in den Baltischen Republiken mit einer Jahresleistung von etwa zwölf Millionen Tonnen, das Ölterminal Butinge mit einer Umschlagskapazität von acht Millionen Tonnen im Jahr wie auch die Birzai-Ölpipeline.

    Mazeikiu Nafta war das letzte große ausländische Vermögen von Yukos, das vom Konzern veräußert wurde. Zuvor waren Yukos-Töchter in Großbritannien, der Slowakei und der Schweiz verkauft worden.

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