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    Arcelor, Sewerstal und Mittal Steel (38)
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    Die Aktien des russischen Stahlkonzerns Sewerstal haben am Dienstag kurz nach Beginn des Handels an der Moskauer Interbanken-Börse (MICEX) mehr als 4,5 Prozent verloren.

    MOSKAU, 30. Mai (RIA Novosti). Die Aktien des russischen Stahlkonzerns Sewerstal haben am Dienstag kurz nach Beginn des Handels an der Moskauer Interbanken-Börse (MICEX) mehr als 4,5 Prozent verloren.

    Zu Beginn des Handels um 10.30 Uhr Moskauer Zeit kostete eine Aktie von Sewerstal 388,5 Rubel (ein Euro entspricht 34,4 Rubel). Nach sieben Minuten sank der Wert auf 371 Rubel je eine Aktie.

    Börsenspekulanten führen den Rückgang des Kurses auf die Meldungen zurück, wonach es bei der angekündigte Fusion zwischen Sewerstal mit dem weltweit zweitgrößten Stahlproduzenten Arcelor (Luxemburg) unvorhergesehene Probleme gebe.

    Am Vortag hatte die britische Zeitung Financial Times berichtet, eine Reihe von Arcelor-Aktionären wolle den geplanten Zusammenschluss verhindern.

    Als Hauptkritiker des Deals tritt der Zeitung zufolge die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs auf, die ein entsprechendes Schreiben an die Arcelor-Leitung und mehrere Dutzend Aktieninhaber geschickt haben soll.

    In dem Dokument wird vorgeschlagen, binnen 30 Tagen eine außerplanmäßige Hauptversammlung der Aktionäre einzuberufen, um die geplante Fusion zu erörtern. Goldman Sachs zufolge seien zwei Drittel der Stimmen notwendig, damit der Deal zustande kommen kann.

    Goldman Sachs ist eine amerikanische Partnerbank des weltgrößten Stahlproduzenten Mittal Steel (Rotterdam). Zuvor hatte Financial Times berichtet, die angekündigte Fusion zwischen Arcelor und Sewerstal durchkreuze die Pläne von Mittal Steel, Arcelor zu übernehmen. Mittal Steel hatte für Arcelor 28,5 Milliarden Euro geboten. Seit Januar wehrt sich Arcelor gegen das feindliche Übernahmeangebot.

    Aus der Fusion mit dem russischen Stahlproduzenten soll die größte Stahlfirma der Welt mit einer Jahresproduktion von mehr als 70 Millionen Tonnen Stahl und einem Erlös von 46 Milliarden Euro hervorgehen. Wie RIA Novosti bereits berichtete, sollen die Sewerstal-Eigner 32 Prozent am neuen Unternehmen bekommen, die Arcelor-Aktionäre werden mit 68 Prozent beteiligt sein.

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