17:31 26 September 2018
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    Moskauer Oberbürgermeister: Russland will kein Rohstoffanhängsel des Westens sein

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Novosti). Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen lassen sich am besten mit dem Wort Befremden charakterisieren, schreibt der Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow am Donnerstag in der "Rossijskaja Gaseta".

    Dieses Befremden ist zwar gegenseitig, die Ursache steckt aber in der lauten Bestürzung und hektischen Beunruhigung, die in letzter Zeit in der Reaktion der westlichen Länder auf die Entwicklung in Russland so deutlich zu beobachten sind.

    Russland ist in die politische Arena zurückgekommen. Nach einem zwei Jahrzehnte andauernden Verfall hat es wieder Kraft erlangt. Nach einer schmerzhaften geopolitischen Auszeit und den schweren, vom UdSSR-Zerfall verursachen Verletzungen ist es wieder im Spiel.

    Russland wurden 15 Jahre lang marktwirtschaftliche Gesetze beigebracht, nun ist man im Westen darüber verärgert, dass es sich als ein guter Schüler erwiesen hat. Das Wichtigste besteht darin, dass Russland in der Tat Anspruch auf eine gerechtere Teilnahme an der Globalisierung und der Weltpolitik erhebt.

    Russlands Energieressourcen sind der Wettbewerbsvorteil des Landes. Russland sagt aber nicht, es werde diesen Vorteil einfach nutzen. Nein: Russland spricht im Gegenteil von seiner Bereitschaft, zu kooperieren und seine Ressourcen in die Gewährleistung der Energie- und, breiter gesehen, der Wirtschaftssicherheit der ganzen Welt zu investieren. Natürlich rechnet unser Land gleichzeitig damit, dass ihm gleiche und gerechte Möglichkeiten für eine Beteiligung an anderen globalen Wirtschaftsprozessen geboten werden.

    Mit anderen Worten: Russland will kein Rohstoffanhängsel des Westens sein, es will sich aber mit seinen Ressourcen und Möglichkeiten an der Schaffung gerechterer Spielregeln in der Welt, bei der Gewährleistung ihrer Entwicklung und Stabilität beteiligen. Dadurch, dass diese Initiativen Russlands in Zweifel gezogen werden, ändert sich die Realität nicht. Wenn der Westen Angst vor einer solchen Zusammenarbeit hat bzw. diese ablehnt, so verstärkt das nur die Ost-Ausrichtung in den Wirtschaftsprioritäten Russlands.

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