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    "Wedomosti": Ölgesellschaft Surgutneftegas investiert Ersparnisse in ostsibirische Vorkommen

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Novosti). Surgutneftegas, die sparsamste russische Ölgesellschaft, will nun einen Teil der in den letzten Jahren akkumulierten elf Milliarden Dollar in die Erschließung ostsibirischer Vorkommen investieren, berichtet die Tageszeitung "Wedomosti" am Donnerstag. Bei der Expansion in diese Region wird aber die hinsichtlich des Förderumfangs viertgrößte russische Ölfirma eine harte Konkurrenz mit Rosneft bestehen müssen, meinen einige Experten.

    Wie Surgutneftegas-Generaldirektor Wladimir Bogdanow am Mittwoch erklärte, will seine Gesellschaft die ostsibirischen Bodenschätze ausschließlich auf eigene Kosten erschließen.

    In Ostsibirien gehören dem Unternehmen jetzt das Vorkommen Talakan sowie vier Erkundungsabschnitte. In einem davon wurde im vergangenen Jahr die Lagerstätte Werchne-Peledujskoje entdeckt, stellte ein Vertreter des Unternehmens fest. 800 Millionen Dollar wurden von Surgutneftegas für den Kauf von Lizenzen in der Region und für den Bau der Infrastruktur um die Lagerstätten ausgegeben, hieß es.

    Nach den Worten des Sprechers wird das Geld für die Entwicklung der Infrastruktur, die weitere Erschließung der Lagerstätten Talakan und Werchne-Peledujskoje und für den Kauf neuer Abschnitte ausgegeben. In diesem Jahr will das Unternehmen eine Milliarde Dollar allein in die bereits bestehenden Vorkommen investieren. "Wir präzisieren jetzt Ausgaben für den Bau von Rohrzweigen bis zur Ostsibirischen Pipeline", sagte der Surgutneftegas-Sprecher. Ursprünglich wollte das Unternehmen zwei Milliarden Dollar für den Bau der Rohrfernleitung vom Vorkommen Talakan bis zur Ostsibirischen Pipeline ausgeben. Angesichts der Änderung der Pipeline-Route werden aber die Ausgaben geringer sein, weil die Pipeline nun näher zu Talakan verlaufen wird.

    Experten freuen sich darüber, dass sich Surgutneftegas nun zu den Ausgaben entschlossen hat. "Große Mengen an freien Geldmitteln machen die Kapitalstruktur nicht optimal", betont Maxim Schejin aus der Investmentgesellschaft BrokerKreditService.

    In Ostsibirien wird es aber Surgutneftegas angesichts der Konkurrenz mit dem Staatsunternehmen Rosneft, das diese Region als strategisch wichtig betrachtet, nicht leicht haben, mahnt Denis Borissow aus der Investmentfirma Solid. Schejin meint dagegen, dass "die Finanzmöglichkeiten von Rosneft begrenzt sind" und dass "sich dieses Unternehmen auf die bereits vorhandenen Projekte konzentrieren wird".

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