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    Liberalisierung der Währungspolitik mobilisiert ausländische Investoren

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    SANKT PETERSBURG, 15. Juni (RIA Novosti). Die Aufhebung der Einschränkung bei Währungsoperationen erleichtert ausländischen Investoren den Einstieg in Russland, führt jedoch nicht zu krassen Kursschwankungen und zu keinem Inflationsschub, hat der Leiter der Expertenverwaltung beim russischen Präsidenten, Arkadij Dworkowitsch, in einem Interview für RIA Novosti erklärt.

    Die Aufhebung der bisher geltenden Beschränkungen tritt per 1. Juli 2006 in Kraft. Von diesem Stichtag an können russische Staatsbürger Geld auf Konten im Ausland haben und ihren Zahlungsverkehr über diese Konten frei abwickeln. Bislang war dazu eine Genehmigung der Zentralbank Russlands erforderlich.

    "Die Aufhebung der Beschränkungen erleichtert nicht nur die Kapitalbewegung im Ausland, sondern auch in Russland", stellte Dworkowitsch fest. Er sieht in diesem Zusammenhang keine nachhaltigen Veränderungen, macht aber darauf aufmerksam, dass Geldoperationen dadurch um 1 Prozent billiger werden.

    Die liberaleren Bedingungen würden vor allem aber Investoren mobilisieren. "Wir werden wie alle; die Spielregeln werden also für alle verständlich". Es wäre nun nicht mehr erforderlich, zahlreiche Vorschriften der Zentralbank und der Regierung zu studieren, wenn man in Russland geschäftlich aktiv werden wolle.

    Bisher seien die Beschränkungen lediglich in Kraft geblieben, weil die Zentralbank mit dem Abbau gezögert habe und die Dinge nicht übers Knie brechen wollte.

    Negative Folgen der Liberalisierung für die makroökonomische Stabilität sieht Dworkowitsch nicht. Auf die Frage, ob sie nicht zu einem Anwachsen der Geldmenge in Russland, krassen Kursschwankungen und einem Inflationsschub beitragen werde, sagte Dworkowitsch: "Nein. Das ist alles nicht wesentlich."

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