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    Chinesischer Energiekonzern Sinopec übernimmt russischen Ölförderer Udmurtneft

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    MOSKAU, 25. August (RIA Novosti). Der chinesische Energiekonzern Sinopec hat den russischen Ölförderer Udmurtneft übernommen.

    99,49 Prozent der Udmurtneft-Anteile gingen an die Sinopec-Tochter Sinopec Overseas Oil & Gas Limited, verlautete am Freitag aus Unternehmenskreisen. Udmurtneft selbst habe am selben Freitag von der Änderung der Struktur des Grundkapitals erfahren. Verkäufer war der russisch-britische Ölkonzern TNK-BP. Am 11. August beendete TNK-BP die Transaktion zur Veräußerung der restlichen 96,9 Prozent der Anteile an Udmurtneft.

    Am 20. Juni hatte die staatlich geführte russische Ölfirma Rosneft den Wunsch bekundet, Sinopec 51 Prozent der Udmurtneft-Anteile abzukaufen. Sinopec und TNK-BP erzielten zu der Zeit bereits eine Einigung über den künftigen Deal.

    Im Juli unterzeichneten Rosneft und Sinopec ein Protokoll über den Modus für die Verwaltung von Udmurtneft nach Abkauf von 51 Prozent der Anteile durch Rosneft. Laut dem Dokument sollen die Udmurtneft-Papiere einer Verwaltungsgesellschaft gehören, an der Rosneft zu 51 Prozent und Sinopec zu 49 Prozent beteiligt sein sollen. Beide Gesellschafter werden aber die gleiche Zahl von Vertretern im Aufsichtsrat der Verwaltungsgesellschaft haben.

    Udmurtneft wurde 1973 gegründet und 1994 in eine offene Aktiengesellschaft umgewandelt. Udmurtneft ist derzeit der größte Ölproduzent in der russischen Teilrepublik Udmurtien und kontrolliert mehr als 60 Prozent der Ölgewinnung im Wolga- und im Uralgebiet. 2005 gewann das Unternehmen 5,98 Millionen Tonnen (43,6 Millionen Barrel) Öl.

    Die bestätigten Ölvorräte des Konzerns beliefen sich am 31. Dezember 2005 auf 78,4 Millionen Tonnen. Die verifizierten und prognostischen Vorräte werden von Experten auf über 131 Millionen Tonnen Einheitsbrennstoff geschätzt.

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