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    Zehn Jahre Griwna - Juschtschenko für konvertierbare ukrainische Staatswährung

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    KIEW, 02. September (RIA Novosti) Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat sich für eine schrittweise Umstellung auf die vollständige Konvertibilität der ukrainischen Währungseinheit Griwna ausgesprochen.

    "Dies ist die strategische Ausrichtung der Kurspolitik unseres Landes", erklärte er am Sonnabend.

    Dies würde eine beschleunigte Entwicklung des Finanzsystems und der staatlichen Rentenversicherung, die Durchsetzung eines Einnahmenüberschusses im Staatshaushalt und einer Unabhängigkeit der Inlandspreise vom Devisenkurs sowie die Realisierung einiger anderer Bedingungen erfordern, räumte er ein.

    Zugleich verwies der Staatschef auf positive Veränderungen in der ukrainischen Wirtschaft, u. a. die niedrigste Inflationsrate seit 2002.

    Erstmals seit dem Jahresbeginn wuchs der Export von Waren und Dienstleistungen schneller als der Import (16,4 gegenüber 12,8 Prozent). Die ausländischen Direktinvestitionen in die ukrainische Wirtschaft werden im 1. Halbjahr auf 2,3 Milliarden Dollar geschätzt - 3,7 Mal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Juschtschenko sprach sich gegen eine künstliche Herabsetzung des Nominalwertes der ukrainischen Währungseinheit aus. Dies könnte "zu ernsthaften negativen Folgen führen, u. a. zu einer wesentlichen Beschleunigung der Inflation, einer Kapitalflucht und einer zunehmenden Dollarisierung, zu einer Anhebung der Zinssätze und einer Verschlechterung des Zustands des Bankensystems infolge einer zunehmenden Disbalance im Devisenbereich", betonte der Präsident.

    Heute vor zehn Jahren wurde die ukrainische Nationalwährung Griwna in Umlauf gesetzt.