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    "Bisnes": Yukos-Aktiva werden bereits vor Versteigerung aufgeteilt

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    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Die Föderale Behörde für Naturnutzung (Rosnedra) will der Gesellschaft Wostotschno-Sibirskaja Neftegasowaja Kompanija (Öl- und Gasgesellschaft Ostsibirien), einer Tochter des Ölunternehmens Yukos, die Lizenz für das Vorkommen Jurubtscheno-Tochomskoje entziehen, berichtet die Wirtschaftszeitung "Bisnes" am Montag.

    Yukos steht indessen vor einem Konkursverfahren.

    Demnach könnte die Lizenz gänzlich ohne Versteigerung einfach an die staatliche Ölgesellschaft Rosneft gehen, die bereits Interesse für diesen Vermögenswert bekundet hat.

    Die Öl- und Gasgesellschaft Ostsibirien hatte 2002 mit der Förderung auf diesem Abschnitt begonnen und wollte das Vorkommen bis 2005 in den planmäßigen Betrieb einbeziehen. Nach der Erhebung der Steuerforderungen an Yukos konnte aber die Gesellschaft nicht mehr die notwendige Finanzierung der Erschließungsarbeiten gewährleisten.

    Wie Igor Wassiljew, Analyst der Investmentgesellschaft Financial Bridge, feststellte, sind die Aktien dieser Gesellschaft wie auch alle anderen Yukos-Aktiva gesperrt, was allerdings einen Rückzug der Lizenz nicht verhindert. Im September 2005 wurde dieser Abschnitt auf die Liste der Lizenzüberprüfungen gesetzt, später aber erklärte Alexander Chloponin, Gouverneur der Region Krasnojarsk, dass Rosneft die Gesellschaft Ostsibirien kaufen könnte.

    Die erkundeten Vorräte belaufen sich auf 64 Millionen Tonnen und die nachgewiesenen auf 172,9 Millionen Tonnen. Bis 2009 sollen dort 3,5 Millionen Tonnen Öl gefördert werden. Für das Staatsunternehmen Rosneft ist dieser Vermögenswert insofern ziemlich attraktiv. "Es ist anzunehmen, dass die entzogene Lizenz gar nicht zu einer offenen Auktion kommen wird", meint Wassiljew. "Beschlossen wird eine Umsatzverschiebung für dieses Dokument, bis es von einer ,loyalen' Gesellschaft erworben wird."

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