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    "Gaseta": Alcoa erwägt Bau einer Aluminiumfabrik im russischen Fernen Osten

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    MOSKAU, 05. September (RIA Novosti). Die zunehmenden Weltmarktaktivitäten der russischen Hüttenunternehmen haben den weltgrößten Aluminiumhersteller Alcoa aufhorchen lassen.

    Nun erwägt das Unternehmen den Bau einer Aluminiumfabrik in der fernöstlichen Region Chabarowsk, teilt die Tageszeitung "Gaseta" am Dienstag mit. Die Jahresleistung des Betriebs soll 300 000 bis 350 000 Tonnen betragen. Russische Analysten schätzen das Projekt auf mindestens 150 bis 200 Millionen Dollar.

    Alcoa bemüht sich schon seit mehreren Jahren um Kontakte mit Russland. 2005 kaufte das Unternehmen das Metallwerk Samara und die Hüttenproduktionsvereinigung Belaja Kalitwa für 257 Millionen Dollar von der russischen Gesellschaft RusAl.

    Alcoa-Vertreter beklagten sich bereits mehrmals über den zeitlichen Rückstand bei der Realisierung ihrer Investmentpläne in diesen Betrieben. Die wichtigsten Hindernisse bestanden in bürokratischen Barrieren und personellen Schwierigkeiten. Wohl aus diesem Grund werden nun die Pläne für den Bau eines Betriebs in Russland gerade mit der Administration der Region erörtert.

    Indessen haben auch das russische Unternehmen SUAL und die norwegische Firma Hydro Aluminium vor kurzem ebenfalls ihre Absicht verlautbart, eine Aluminiumfabrik im Gebiet Amur zu bauen. Die geplante Jahresleistung könnte bis zu einer Million Tonnen im Jahr betragen, während die Investitionen auf zwei Milliarden Dollar geschätzt wurden. Wie es bei SUAL hieß, sind diese Pläne immer noch aktuell. Höchstwahrscheinlich wird es bedeuten, dass im Falle einer Realisierung beider Projekte zwei miteinander konkurrierende Aluminiumwerke im russischen Fernen Osten mit einer Gesamtleistung von rund 1,5 Millionen Tonnen im Jahr entstehen würden.

    Klar ist, dass die Konkurrenten alles nur Mögliche unternehmen werden, um die Amerikaner nicht in den Fernen Osten oder an den chinesischen Markt zu lassen. Dazu könnte u. a. der jetzt entstehende Gesetzentwurf über den Zugang ausländischer Unternehmen zu strategischen Branchen beitragen, demgemäß Alcoa gezwungen werden könnte, ein Joint Venture mit einer russischen Struktur zu gründen, in der den Amerikanern keine Kontrollanteile gehören würden.

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