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    Schochin: Ostsibirien-Pazifik-Ölleitung kann Japans Energiesicherheit festigen

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    MOSKAU, 05. September (RIA Novosti). Die Realisierung des Projektes, eine Erdölleitung Ostsibirien - Pazifik zu bauen, kann zur Festigung von der japanischen Energiesicherheit beitragen, meint Alexander Schochin, Präsident des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer.

    "Das Projekt kann außerdem die Abhängigkeit Japans vom nahöstlichen Erdöl mindern, zumal diese Region, wie wir sehen, immer noch instabil ist", sagte er in der 8. gemeinsamen Sitzung der Komitees beider Länder für Wirtschaftszusammenarbeit.

    Vor einem Jahr sei über die ökologische Sicherheit dieses Projektes diskutiert worden, setzte Schochin fort, heute aber seien alle Fragen gelöst worden, der Verlauf stehe fest, und die Gesellschaft Transneft sei bereits mitten in den Bauarbeiten.

    Japan gehöre heute zu Russlands führenden Partnern in Handel und Wirtschaft, und der Rahmen der Zusammenarbeit erweitere sich ständig, sagte Schochin. Als Beispiel der erfolgreichen Kooperation mit der japanischen Seite führte er die Tatsache an, dass transnationale Unternehmen als Direktinvestoren nach Russland kommen. So hätten die großen Autofirmen Japans wie Toyota und Nissan lange die Situation auf dem russischen Markt geprüft, und jetzt seien sie dabei, die Produktion in Russland zu organisieren. Außerdem erhebe die japanische Seite schon die Frage nach dem Bau von Betrieben für die Produktion von Autoteilen, was nach Schochins Ansicht ebenfalls ein Beispiel einer intensiverer Zusammenarbeit sei.

    "Wir sehen auch viel breite Kooperationsmöglichkeiten: High-Tech, Transport, Weltraum und Ähnliches", fügte der Präsident des Verbandes der Industriellen und Unternehmer hinzu.

    Kunio Anzai, Vorsitzender des japanisch-russischen Komitees für Wirtschaftszusammenarbeit, erklärte seinerseits: "Viele japanische Unternehmen beginnen, die strategische Signifikanz Russlands als Partner zu verstehen." Wie er sagte, erwarte die japanische Geschäftswelt den baldmöglichsten WTO-Beitritt Russlands und die nachfolgende Verbesserung des Business-Klimas im Lande, darunter eine Vereinfachung der verwaltungsmäßigen Verfahren.

    Anzai teilte außerdem mit, dass in der heutigen Sitzung Japans Beteiligung am Projekt der Förderung von Erdöl und -gas auf Sachalin erörtert werden solle, auch an der Erschließung von Steinkohlevorkommen sowie an weiteren Projekten, so zum Beispiel in der Energetik, der Finanz- und Kreditsphäre, in Wissenschaft, Technik und Informationstechnologien.