21:54 22 Februar 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    "Bisnes": PSA Peugeot Citroen plant ein Autowerk in Nischni Nowgorod

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). Vertreter des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel haben Einzelheiten des Projekts für den Bau eines Autowerks des Konzerns PSA Peugeot Citroen veröffentlicht.

    Der Betrieb wird sich voraussichtlich in Nischni Nowgorod befinden und bis zu 25 000 Autos im Jahr herstellen, was ungefähr dem jetzigen Jahresabsatz beider Automarken in Russland entspricht. Wie die Wirtschaftszeitung "Bisnes" am Donnerstag schreibt, sollen sich die Investitionen auf 50 Millionen Dollar belaufen. Der Konzern will seine Autos aus zugelieferten Fertigteilen zusammenbauen.

    "Es ist nicht auszuschließen, dass PSA auch lokale Vergünstigungen bekommen wird", meint Natalja Kotscheschkowa, Analystin der Investmentgesellschaft Finam.

    "Dies ist eine in technischer und technologischer Hinsicht gut entwickelte Region, die eine gute Verbindung mit Rest-Russland hat", fügt Dmitri Baranow, Chef der analytischen Abteilung von PRADO Bankir i Konsultant, hinzu.

    Parallel soll in Nischni Nowgorod auch eine Produktion von Autoteilen aufgenommen werden. Am Mittwoch wurde die Gründung eines Joint Ventures zwischen der französischen Firma Faurecia und der Gesellschaft Technoplast Nischni Nowgorod bekanntgegeben, das Stoßstangen für die Renault-Werke in Moskau und in Kolumbien herstellen wird.

    Was das russische Autowerk GAZ anbelangt, das bereits seit Jahrzehnten in Nischni Nowgorod arbeitet, so wird angenommen, dass der Konzern PSA für die Produktion seiner Autos nicht die GAZ-Produktionskapazitäten nutzen wird. "GAZ hat es nicht nötig, einen Konkurrenten aufzupäppeln", meinte ein Marktexperte. Außerdem hatten Vertreter der GAZ-Gruppe zuvor ihr Interesse auf technologische Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern beschränkt und seien demnach nicht an einem Zusammenbau aus fertigen Zulieferteilen interessiert.

    Das Abkommen zwischen PSA und dem russischen Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel kann Ende September bzw. Anfang Oktober unterzeichnet werden, die Autoproduktion soll 2008 bzw. 2009 beginnen. "Der PSA-Konzern will seine Investitionen minimal halten und ohne besondere Modernisierung und Umstellung arbeiten", meint Baranow. "Wahrscheinlich will PSA zunächst den Markt und die Situation genauer studieren." Nach seiner Ansicht ist PSA in erster Linie an der Produktion von Lieferwagen Citroen Berlingo/Peugeot Partner in Russland interessiert.

    Die Analystin Natalja Kotscheschkowa schloss indessen nicht aus, dass in Russland auch Autos für weitere Lieferungen nach China zusammengebaut werden.