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    Russischer Aktienmarkt weiter auf Talfahrt

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    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). Der russische Aktienmarkt hat seine Talfahrt am Donnerstag fortgesetzt. Experten gehen davon aus, dass sich ein beständiger Abwärtstrend abgezeichnet hat.

    Der russische Leitindex RTS notierte mit minus 2,55 Prozent bei 1588,62 Punkten. Der Umsatz im klassischen RTS-Handel nahm auf 28,602 Millionen US-Dollar zu. Spitzenreiter bei sinkenden Kursen waren Papiere des Ölkonzerns Tatneft (Tatarstan), die um 6,04 Prozent auf 4,82 Dollar absackten. Aktien des Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel gingen mit minus 5,88 Prozent auf 128,0 Dollar vom Markt.

    Titel des Stromversorgers EES Rossii (RAO UES) verzeichneten einen Abschlag von 4,54 Prozent auf 0,747 Dollar. Papiere des Gasförderers Gasprom schlossen mit minus 2,92 Prozent bei 10,97 Dollar. Werte des sibirischen Ölförderers Surgutneftegas büßten um 2,84 Prozent auf 1,37 Dollar ein. Aktien der staatlich geführten Ölfirma Rosneft notierten knapp behauptet mit minus 0,13 Prozent bei 7,51 Dollar.

    Der MICEX-Index gab um 3,04 Prozent auf 1402,36 Punkte nach.

    Analysten führten den Trend auf die schwache Konjunktur der Ölpreise zurück. "Der Markt passt sich den niedrigen Ölpreisen nur schwer an", sagte Andrej Wernikow vom Investitionshaus Aton-Line. "Der RTS-Index unterbot die psychologisch wichtige Marke von 1600 Punkten, was ein Signal zu einem beständigen Abwärtstrend geben könnte."

    Auch die makroökonomischen Statistiken aus den USA konnten die Anleger nicht optimistisch stimmen. "Die jüngsten Angaben über den US-Arbeitsmarkt und über die Warenvorräte könnten die US-Notenbank Fed dazu veranlassen, den Leitzins früher als geplant anzuheben", sagte Irina Filatowa vom Investitionshaus BrokerCreditService.

    Experten verwiesen darauf, dass nicht einmal die Aktien des Stromversorgers EES Rossii vom Preisverfall verschont blieben. Die Börsianer gingen davon aus, dass das Papier im Vorfeld der geplanten Road shows zulegen würde. Der Trend tangierte auch die traditionell gut geschützten Aktien der Sparkasse Sberbank. Dieser Fall in Nicht-Rohstoff-Segmenten des Marktes könnte nach Ansicht von Analysten eine jähe Änderung auf dem Effektenmarkt bedeuten.

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