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    "Bisnes": China will Erdöl in Ostsibirien fördern

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    MOSKAU, 18. Oktober (RIA Novosti). Chinesische Unternehmen haben die Absicht, Erdöl in Ostsibirien zu fördern und es durch die Pipeline Ostsibirien-Pazifik nach China zu transportieren. Als Gegenleistung sind sie bereit, in ostsibirische Vorkommen zu investieren, die Russland nicht selbständig erschließen kann, schreibt die Zeitung "Bisnes" am Mittwoch.

    51 Prozent der Aktien des Gemeinschaftsunternehmens Vostok Energy sollen Rosneft und 49 Prozent dem Konzern China National Petroleum Corporation (CNPC) gehören. Drei der fünf Mitglieder des Direktorenrates werden die russische Seite vertreten.

    "China ist bereit, einen großen Umfang von Erdöl zu günstigen Preisen zu erwerben", sagt Natalia Janakajewa, Analystin der Investitionsgruppe Zentrinvest. Ihr zufolge wird China einige Vorkommen mit mittelgroßen Vorräten bekommen. Jedes mit ungefähr 50 bis 100 Millionen Tonnen.

    Das Gemeinschaftsunternehmen wird sich in erster Linie mit der Erschließung von ostsibirischen Vorkommen beschäftigen, vermutet Janakajewa. Sie verweist darauf, dass die Änderungen am Gesetz "Über die Gewinnung von Bodenschätzen", das im kommenden Jahr in Kraft tritt, es vorsehen, dass Unternehmen, die den Abbau der Vorkommen in Ostsibirien vom Nullzyklus beginnen, Steuervergünstigungen gewährt werden.

    Wladislaw Metnew, Analyst der Investitionsgesellschaft Troika Dialog, betonte, dass, nach der entstandenen Situation zu urteilen (der Erwerb von Udmurtneft durch die Allianz Rosneft-Sinopec und die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Rosneft-CNPC), gerade das staatliche Unternehmen im Weiteren für die chinesische Richtung des russischen Erdölsektors zuständig sein wird.

    Rosneft-Chef Sergej Bogdantschikow erklärte, dass alle aussichtsreichen Abschnitte Ostsibiriens, einschließlich der Jurubtscheno-Tochomskaja-Zone (eine der größten Erdölzonen), für das russisch-chinesische Gemeinschaftsunternehmen von Interesse sein werden. Es gibt freilich ein gewisses Problem: Zurzeit besitzt Vostsibneftegas, eine Tochtergesellschaft von Yukos, die Lizenz für den Abbau der Jurubtscheno-Tochomskaja-Zone. Die Föderale Agentur für die Nutzung von Bodenschätzen hat jedoch erklärt: "Wenn Yukos in der nächsten Zeit die Finanzierung des Projektes nicht wieder aufnimmt und die Verletzungen der Lizenz nicht beseitigt, kann diese annulliert werden."

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