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    Metallindustrie: Russischer Stahlkocher NLMK und Duferco planen Joint Venture

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    MOSKAU, 18. Oktober (RIA Novosti). Das russische Hüttenkombinat Nowolipezk (NLMK) und die internationale Duferco Participations Holding Limited (Duferco) planen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zum Erwerb von Stahlaktiva in Europa und in den USA.

    Das teilte das russische Unternehmen am Mittwoch in Moskau mit. Gekauft werden sollen Vermögenswerte mehrerer Konzerne. Dazu gehören Duferco Farrell Corporation (USA), Carsid SA (Belgien), Duferco Clabecq SA (Belgien), Duferco La Louviere (Belgien), Duferco Coating SAS (Frankreich), Sorral SA (Frankreich), Acciaierie Grigoli S.p.a (Italien) und Duferco Transformation Europe (Frankreich).

    Die Transaktion, die noch von zuständigen Kartellämtern gebilligt werden muss, wird voraussichtlich gegen Jahresende abgeschlossen sein.

    Am Vortag wurde bekannt gegeben, dass NLMK am 13. Oktober die EU-Kommission um eine Genehmigung ersucht hatte, Anteile an Duferco und Steel Invest kaufen zu können. Der Antrag soll bis zum 21. November geprüft werden. Der 1979 gegründete Duferco-Konzern war ursprünglich auf den Export von brasilianischem Stahl spezialisiert. Gegenwärtig hat Duferco eigene Produktions- und Absatzstrukturen in Belgien, Italien, Deutschland, Mazedonien, Frankreich, der Schweiz, Südafrika, den USA, der Ukraine und einigen anderen Ländern. 2005 hatte das Unternehmen mehr als 15 Millionen Tonnen Stahl und Rohstoffe für dessen Produktion verkauft.

    Bis zum Sommer 2006 war Duferco der wichtigste Aktionär des zweitgrößten russischen Produzenten von elektrotechnischem Stahl: VIZ-Stal. Im August wurde VIZ-Stal von NLMK für 550 Millionen US-Dollar übernommen. Der Gründer und Vorsitzende des Aufsichtsrates von Duferco, Bruno Bolfo, wurde 2006 Mitglied des Aufsichtsrates des größten russischen Stahlkochers, Evraz Group.

    Das Grundkapital von NLMK setzt sich aus 5 993 227 240 Stammaktien im Nennwert von 1 Rubel zusammen. 90 Prozent der Anteile am Unternehmen werden vom dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Wladimir Lissin, kontrolliert.

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