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    "Wedomosti": Blavatnik und Wechselberg wollen Svyazinvest-Anteil abstoßen - Käufer Sistema?

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    MOSKAU, 17. November (RIA Novosti). Die Miteigentümer von TNK-BP, Access Industries-Präsident Leonard Blavatnik und der Renova-Chef Viktor Wechselberg, wollen 25 Prozent plus eine Aktie von Svyazinvest loswerden, schreibt die Zeitung "Wedomosti" am Freitag.

    Wie George Soros, früherer Besitzer der Sperrminorität, waren auch sie von dieser Investition bisher enttäuscht, ohne die Privatisierung der russischen Telekommunikationsholding abgewartet zu haben.

    Als wahrscheinlichster Käufer gilt Wladimir Jewtuschenkow, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrates von AFK Sistema.

    Jedoch konnten sich Jewtuschenkow und Blavatnik bislang noch nicht auf den Preis einigen. Dabei geht es um die Summe von 1,3 Milliarden US-Dollar. Nach einer Schätzung von Nadeschda Golubewa, Analytikerin von Aton, stieg die Marktkapitalisation von Svyazinvest innerhalb von drei Jahren auf mehr als das Doppelte an und ist weiter im Wachstum begriffen. Die Sperrminorität soll heute 1,4 Milliarden US-Dollar kosten.

    Auf einer Auktion im Jahr 1997 kaufte die Gesellschaft Mustcom zusammen mit Soros die Sperrminorität von Svyazinvest für 1,875 Milliarden US-Dollar. Doch Spekulant Soros war schnell enttäuscht, nannte es die "schlimmste Investition in seinem Leben" und verkaufte den Anteil an Blavatink für 625 Millionen US-Dollar.

    Der Präsident von Access Industries kann nun durch den Weiterverkauf fast 700 Millionen US-Dollar mehr einstreichen. Doch genauso wie Soros plagte er sich mit dieser Investition ab. Wie eine Access Industries nahe stehende Quelle berichtete, erwarb Blavatnik die Sperrminorität in der Erwartung neuer Auktionen. Der Staat beabsichtigt, 75 Prozent plus eine Aktie von Svyazinvest zu verkaufen, die seit 1998 ihm gehören. Anfang April 2005 richtete das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel den Entwurf einer Anordnung über die Streichung von Svyazinvest von der Liste der strategischen Unternehmen an die Regierung. Seit dem Frühjahr 2006 liegt die Anordnung, die mit dem Kartelllamt, Finanzministerium, Föderalen Schutzdienst und dem Innenministerium abgestimmt wurde, beim Präsidenten Wladimir Putin zur Unterzeichnung vor.

    Jelena Baschenowa, Analytikerin von MDM-Bank, verweist darauf, dass auf dem Markt vor zwei Wochen über die Idee des Austausches aller Telekommunikationsaktiva von AFK Sistema gegen einen Anteil an der Deutschen Telekom spekuliert wurde. Sollten die 25 Prozent von Svyazinvest hinzukommen, kann AFK Sistema auch auf eine Sperrminorität an der Deutschen Telekom rechnen, sagte Baschenowa. Sie ist der Auffassung, dass Blavatnik rechtzeitig das Paket von Svayinvest verkauft. Wenn Svyazinvest aufgelöst wird, wie dies der Wirtschaftsminister German Gref der Regierung vorgeschlagen hat, und seine Tochtergesellschaften selbständig an die Börse gehen werden, so wird der Anteil Blavatniks zersplittert, schlussfolgerte die Expertin.

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