11:27 15 November 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Lukaschenko fördert Kernkraftwerksbau in Weißrussland

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MINSK, 01. Dezember (RIA Novosti). Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko unterstützt die Errichtung eines Kernkraftwerks in seinem Land.

    "Die weißrussischen Wissenschaftler und Experten haben in einer Vollversammlung der Akademie der Wissenschaften einstimmig beschlossen, dass ein Atomkraftwerk zur Überwindung der Energieabhängigkeit notwendig ist und dass die Vorbereitung für die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnt", sagte Lukaschenko in einer Beratung über die Energiesicherheit des Landes.

    Der weißrussische Präsident bemerkte, dass bei den jüngsten Verhandlungen mit der russischen Führung zum ersten Mal über ein Energieträgerdefizit gesprochen wurde.

    "Weißrussland kann vor die Tatsache gestellt werden, dass Russland keine Energieträgerrohstoffe nach Weißrussland liefern kann, weil es Russland selbst daran mangelt", sagte Lukaschenko.

    "Es hat für uns kaum Sinn, Strahlungsphobien und Post-Tschernobyl-Syndrome im Bewusstsein der Weißrussen zu kultivieren, zumal die Kernenergie das Hauptmittel sein wird, um die globale Energiekrise zu überwinden", sagte Lukaschenko.

    Er bemerkte auch, dass gegenwärtig weltweit 442 Atomblöcke aktiv seien und etwa 60 weitere in Betrieb genommen werden.

    "Am höchsten ist die Kernenergie in Europa entwickelt. In Frankreich werden circa 80 Prozent der Energie durch Kernkraft gewonnen. Europa ist mit Kernkraftwerken gespickt und Weißrussland ist von der russischen und der ukrainischen Seite her mit Kernreaktoren umgeben", sagte Lukaschenko.

    Der Präsident äußerte, dass Weißrussland in dieser Frage nicht nachstehen dürfe. Doch eine genauso wichtige Frage sei die Sicherheit der weißrussischen Bürger, wenn ein Atomkraftwerk gebaut werde. "Heute ist die Aufgabe völlig klar: Die Sorgen der Öffentlichkeit über die friedliche Nutzung der Kernkraft müssen reduziert werden. Und das heißt, dass die Stelle, an der das Atomkraftwerk gebaut werden soll, tadellos ausgewählt werden muss", sagte Lukaschenko.

    Er betonte, dass das Projekt und die Arbeitstechnologie des Reaktors den modernsten und den strengsten Sicherheitsanforderungen entsprechen müssten. Genauso wichtig sei die Vorbereitung der Fachleute für die Bedienung des Reaktors. "Ich glaube, von den zweitausend Leuten, die dafür nötig sind, werden wir bestimmt tausend finden. Heutzutage gibt es nicht so wenig Fachleute auf dem Gebiet der Kernenergie. Viele Fachleute wurden nach der Tschernobyl-Katastrophe arbeitslos", sagte Lukaschenko.

    Er betonte, dass auch Studienreisen ins Ausland für die Fachleute geplant seien. "Bis wir das Kraftwerk bauen, vergeht viel Zeit, wahrscheinlich an die zehn Jahre", sagte Lukaschenko.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren