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    Russland interessiert an fortgeschritteneren Kooperationsformen mit EU

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    Der Chef des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, Alexander Schochin, hält ein neues Abkommen über die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der EU für unnötig, wenn es keine fortgeschritteneren Kooperationsformen vorsieht, als die im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO).

    MOSKAU, 24. Januar (RIA Novosti). Der Chef des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, Alexander Schochin, hält ein neues Abkommen über die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der EU für unnötig, wenn es keine fortgeschritteneren Kooperationsformen vorsieht, als die im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO).

    „Das Abkommen über die Partnerschaft und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union ist im Grunde genommen ein Ersatz für die Regeln der Welthandelsorganisation. Das Dokument enthält zu 80 Prozent die gleichen Normen. Wenn wir der WTO beitreten, werden wir dieses Abkommen nicht so sehr brauchen“, sagte Schochin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.

    Laut Schochin müsste das Dokument „fortgeschrittenere Kooperationsformen“ im Vergleich zu denen vorsehen, die in den Akten über den WTO-Beitritt formuliert sind, so beispielsweise freie Wirtschaftszonen.

    „Wir sollten uns überlegen, was wir den Standardregeln der WTO für eine zusätzliche Zusammenarbeit, darunter auch im Bereich der Energetik, beifügen könnten“, sagte der Chef des Industriellen- und Unternehmerverbandes.

    Ihm zufolge sind die russische und die europäische Seite nicht nur am freien Handel, sondern auch an „freien Investitionen“ interessiert.

    Schochin plädierte ferner dafür, dass Unternehmer an der Ausarbeitung und an der Experteneinschätzung des Abkommensentwurfs mitwirken.

    Das jetzige Abkommen zwischen Russland und der EU über die Partnerschaft und Zusammenarbeit läuft Ende 2007 ab. Im November 2006, kurz vor dem Russland-EU-Gipfel in Helsinki, hatte Polen ein Veto gegen die Aufnahme der Verhandlungen über ein neues Abkommen eingelegt und als Vorbedingung gefordert, dass Russland das Einfuhrverbot für polnisches Fleisch aufhebt.