13:19 20 Juni 2018
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    Konzerne und Behörden diskutieren ökologische Risiken beim Bau der Ostseepipeline

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    Am Mittwoch fand in St. Petersburg eine Beratung über ökologische Fragen beim Bau der Nordeuropäischen Gasleitung (NEGP) statt.

    SANKT-PETERSBURG, 24. Januar (RIA Novosti). Am Mittwoch fand in St. Petersburg eine Beratung über ökologische Fragen beim Bau der Nordeuropäischen Gasleitung (NEGP) statt.

    An dem Treffen nahmen Wladimir Gratschow, Vorsitzender des Ökologie-Ausschusses der Staatsduma und Koordinator für Ökologie-Fragen der Partei „Einheitliches Russland“, sowie Regierungsvertreter des Gebiets Leningrad teil. Zudem kamen Repräsentanten des Energiekonzerns Gasprom, der Betreiberfirma Nord Stream AG, dem Projekt angeschlossener Firmen sowie staatlicher und regionaler Behörden für Naturschutzkontrolle zu der Beratung.

    Laut der Website von „Einheitliches Russland“ ist die Verlegung der Gasleitung innerhalb begrenzter Fristen durch Festland- und Meeresabschnitte, darunter das Territorium der Gebiete Wologda und Leningrad sowie durch das Baltische Meer mit bestimmten ökologischen Risiken verbunden.

    Grundsätzlich soll bei der Pipeline-Verlegung auf dem Festland eine kostspielige und ökologisch geprüfte Entscheidung für die Planung der Flussüberquerungen Scheksna (Gebiet Wologda), Wolchow, Newa und des Saima-Kanals (Gebiet Leningrad) getroffen werden. Für die Vorbereitung der Trasse im Gebiet Leningrad gibt es das Vorhaben, durch einen Wald eine 500 Kilometer lange und etwa 50 Meter breite Strecke zu schlagen, dessen Bäume wieder neu angepflanzt werden sollen. Ein besonderes ökologisches Risiko besteht in der Enteignung der landwirtschaftlichen Nutzfläche und der Zerstörung der Böden.

    In Bezug auf den Meeresabschnitt der Pipeline, die hauptsächlich durch die Wirtschaftszone des Baltischen Meers verläuft, ist die Beachtung von internationalen Gewässerschutz- und Umweltgesetze unabdingbar. Gemäß dieser Richtlinien werden jetzt internationale Bewertungskriterien des Einflusses der Gasleitung auf die angrenzende Umwelt des Meeres vorbereitet. Diese entsprechen der Konvention der UN-Wirtschaftskommission für Europa (ECE) zur „Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen“ (Espoo-Konvention).

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