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    Yukos-Klage: Schiedsgericht verhandelt erneut Verkauf von Juganskneftgas

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    MOSKAU, 25. Januar (RIA Nowosti). Das Moskauer Schiedsgericht verhandelt am Donnerstag die Klage der russischen Ölgesellschaft YUKOS.

    Das Unternehmen hatte das Gericht ersucht, die Versteigerung von 76,79 Prozent der Aktien von dessen Tochter Juganskneftegas für ungültig zu erklären und die Verluste von 388,3 Milliarden Rubel (1 Euro entspricht 34,5 Rubel) einzutreiben.

    Am 18. Dezember beendete das Gericht die Vorverhandlung und begann bereits mit den Hauptverhandlungen.

    Das Gericht verpflichtete die beteiligten Parteien, eine Stellungnahme zum Klagegesuch vorzulegen.

    YUKOS hatte die Versteigerung im Mai 2005 angefochten. Im Klagegesuch der Ölgesellschaft wurde bemerkt, dass der Verkauf von Juganskneftegas „mit mehreren Verletzungen der russischen Gesetzgebung und des Völkerrechts erfolgt war“. Darüber hinaus glaubten die Rechtsanwälte von YUKOS, dass der russische Fonds für Föderalvermögen (RFFI) den Startpreis des Aktienpaketes absichtlich zu niedrig angesetzt hatte.

    Als Verhandlungsparteien wurden RFFI, das russische Finanzministerium sowie eine Reihe von Unternehmen, deren Tochterfirmen an der Auktion teilgenommen hatten, angegeben. YUKOS forderte auch, von den beteiligten Seiten geschlossen für die Verluste von 388,3 Milliarden Rubel aufzukommen, die die Ölgesellschaft durch den Verkauf ihres Energieförderunternehmens erlitten hatte.

    Die Versteigerung des Aktienpaketes von Juganskneftegas für die Tilgung der Steuerschulden wurde vom russischen Gerichtsvollzieheramt am 18. November 2004 verkündet. Damals beliefen sich die Gesamtschulden der Ölgesellschaft gegenüber dem Staat auf 20 Milliarden US-Dollar.

    RFFI versteigerte das Aktienpaket am 19. Dezember 2004 für 9,35 Milliarden US-Dollar, die russische Firma Baikalfinansgroup kaufte die Anteile des Yukos-Tochterunternehmens. Später wurde sie von der Ölgesellschaft Rosneft übernommen.

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