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    Gebiet Magadan soll Goldgewinnung künftig mehr als verdoppeln

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    MAGADAN, 25. Januar (RIA Novosti). Die Goldgewinnung im russischen Gebiet Magadan soll nach Beginn der Erschließung des Feldes Natalka um 100 bis 150 Prozent auf knapp 50 Tonnen im Jahr steigen.

    Das teilte Gebietsgouverneur Nikolai Dudow am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Magadan mit. Natalka ist mit mehr als 1500 Tonnen die drittgrößte Goldlagerstätte weltweit. Mit der industriemäßigen Goldgewinnung solle 2012 begonnen werden. Die Förderlizenz sei im Besitz des zur Gruppe Polus Soloto gehörenden Matrossow-Bergwerks.

    "Die Entdeckung der Geologen des Unternehmens soll die Goldgewinnung im Gebiet Magadan wie auch die ökonomische Entwicklung der gesamten fernöstlichen Region weiter fördern", sagte Polus Soloto-Generaldirektor Jewgeni Iwanow. Die prognostischen Vorräte von über 1500 Tonnen Gold seien am 22. Januar von der zuständigen Staatskommission der Aufsichtsbehörde über die Nutzung von Bodenschätzen (Rosnedra) bestätigt worden. Natalka-Gold kann im Tagebauverfahren gewonnen werden. Nach dem vom Aufsichtsrat von Polus Soloto bestätigten Finanzplan sollen bis zu 1,5 Milliarden Dollar in das Vorhaben investiert werden. Die Projektleistung auf dem Natalka-Feld beträgt knapp 30 Tonnen (eine Million Unzen) Gold im Jahr.

    Das Golderzvorkommen Natalka liegt im Einzugsgebiet des Flusses Omtschak, 450 Kilometer von Magadan. Das Vorkommen wurde 1944 entdeckt. Seit 1945 wurde Gold im Untertageverfahren gefördert - bislang 93,2 Tonnen. Im Mai 2004 wurden die Förderarbeiten wegen niedriger ökonomischer Effektivität der vorhandenen Produktion eingestellt.

    Zwischen Mai 2004 und August 2006 wurden die Flanken des Feldes und tiefliegende Schichten nacherkundet.

    Im September 2005 war die Goldsparte des russischen Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel zum eigenständigen Unternehmen Polus Soloto ausgegliedert worden. 2005 förderte das Unternehmen 33,5 Tonnen (1,1 Millionen Unzen) Gold. Die geschätzten Vorräte belaufen sich nach Konzernangaben auf 1758 Tonnen. Die Förderstätten liegen überwiegend in Sibirien und im Fernen Osten Russlands. Polus-Aktien werden seit Mitte Mai 2006 in Russland gehandelt. Die Kontrollmehrheit am Unternehmen bleibt auch in Zukunft beim Norilsk-Nickel-Konzernchef Michail Prochorow und dem Oligarchen Wladimir Potanin (Mischkonzern Interros).

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