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    Venezuelas Präsident Chavez will Orinoco-Ölreserven in staatliche Hand nehmen

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    BUENOS AIRES, 02. Februar (RIA Novosti). Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat angekündigt, dass alle Ölvorkommen im Orinoco-Becken am 1. Mai unter staatliche Kontrolle gestellt werden.

    Eine entsprechende Anordnung habe er bereits der Regierung erteilt, sagte Chavez am Donnerstag auf einer Pressekonferenz für ausländische Journalisten.

    Gegenwärtig kontrollierten ausländische Unternehmen 70 Prozent der Ölreserven in dieser Region, teilte er mit. "Das muss geändert werden." Die Staatsfirma Petroleos de Venezuela SA (PDVSA) müsse mindestens 60 Prozent an den Ölreserven in dieser Region besitzen, sagte der venezolanische Staatschef.

    Das Ölfeld der Orinoco-Region (auch als Schweröl-Gürtel Orinoco bekannt) ist 432 Kilometer lang und 64 Kilometer breit. Seine Reserven werden auf 235 Milliarden Barrel Schweröl geschätzt.

    Die nachgewiesenen Erdölreserven Venezuelas betragen 80,85 Milliarden Barrel. Nach der Erkundung in der Orinoco-Region, die bis November 2008 abgeschlossen werden soll, rechnet man mit nachgewiesenen Gesamtreserven des lateinamerikanischen Landes von 315 Milliarden Barrel. Gegenwärtig besitzt Saudi-Arabien mit 262 Milliarden Barrel die größten Rohölreserven.

    In Orinoco sind gegenwärtig multinationale Unternehmen aus den USA, Frankreich, Norwegen und Großbritannien tätig.

    Wie Chavez weiter mitteilte, ordnete er zudem die Verstaatlichung von den zehn größten Energieunternehmen des Landes an, die derzeit in privater Hand sind. "Die Privatisierung der Stromerzeuger und -versorger war ein Fehler, der möglichst schnell beseitigt werden muss", sagte der venezolanische Staatschef.

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