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    Ukraine und Kasachstan wollen bilaterale Arbeitsgruppe für Energie-Kooperation bilden

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    KIEW, 02. Februar (RIA Novosti). Die Ukraine und Kasachstan werden Expertenkommissionen austauschen, die ab dem ersten Quartal dieses Jahres an der Organisation eines neuen Dialogs über ihre Beziehungen im Energiebereich arbeiten werden.

    Das teilte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko am Freitag nach dem Abschluss der ukrainisch-kasachischen Verhandlungen auf einer Pressekonferenz mit, die er gemeinsam mit seinem kasachischen Amtskollegen Nursultan Nasarbajew gab. Die Seiten seien übereingekommen, eine gemischte Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die an der Realisierung der Möglichkeiten des Energie-Transportkorridors arbeiten werde. "Wir haben jetzt einen ziemlich hohen Grad der Bereitschaft, um entsprechende politische und ökonomische Entscheidungen auf höchster Ebene zu treffen", sagte Juschtschenko.

    Die Verhandlungspartner einigten sich ferner auf die Notwendigkeit, mit dem früher vereinbarten Bau einer 52 Kilometer langen Ölleitung in diesem Jahr zu beginnen. Es handelt sich um eine Abzweigung vom 154. Kilometer der Pipeline Sniguriwka-Odessa zum Umschlagsterminal Juschny in Odessa. Die Abzweigung wird es den kasachischen Ölhändlern gestatten, das ukrainische Öltransportsystem zu nutzen.

    "Es ist erforderlich, alle Formalitäten binnen fünf Monaten - wie in der Straßenkarte vorgesehen - zu erledigen, um mit diesem Projekt termingerecht noch in diesem Jahr zu beginnen", betonte der ukrainische Staatschef.

    Bei der Erörterung gemeinsamer Investitionsprojekte wiesen die Seiten auf den möglichen Einstieg Kasachstans in den Ausbau des Ölterminals Juschny hin. Nasarbajew bekräftigte das Interesse seines Landes am Bau neuer Kapazitäten in diesem Terminal.

    Zur "Sphäre gemeinsamer Anstrengungen" zählte Juschtschenko auch den Bau einer Erdölraffinerie.

    Der kasachische Staatschef erinnerte daran, dass Kasachstan bislang knapp 100 Millionen Dollar in diverse Branchen der ukrainischen Wirtschaft angelegt hat. "Ich glaube, dass unsere Investoren gerne in Kiew und andere Regionen, aber auch in die Infrastruktur der Schwarzmeerküste, in die Landwirtschaft und in mehrere andere Sparten anlegen würden."

    Nasarbajew bekundete ferner das Interesse Kasachstans an einem aktiveren Auftreten ukrainischer Unternehmen auf dem Industriemarkt Kasachstans. Das betreffe in erster Linie Unternehmen in den Sparten Bau, Maschinenbau, Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie Erschließung von Öl- und Gasfeldern, sagte der kasachische Staatschef.