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    Österreichischer Hotelierpräsident bezeichnet „Russen-Quote“ in Kitzbühel als diskriminierend

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    WIEN, 08. Februar (RIA Novosti). Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung, hat die Entscheidung der Hoteliers in Kitzbühel, Quoten für russische Touristen einzuführen, als absurd und diskriminierend bezeichnet.

    Die Hoteliers haben vereinbart, dass die Zahl der Russen in ihren Herbergen nicht höher als 10 Prozent aller Gäste betragen dürfe.

    Kitzbühel habe sich mit dieser Entscheidung selbst einen Graben geschaufelt, sagte Schellhorn in einem RIA-Novosti-Interview. Diese Maßnahme widerspreche dem Image und den wirtschaftlichen Interessen des Landes, so Schellhorn.

    Diese Initiative sei absurd und kurzsichtig - gerade jetzt, da alle andauernd über Globalisierung reden, sei die Entscheidung kontraproduktiv, bemerkte Schellhorn.

    Es gebe viel mehr Urlauber aus Deutschland als aus anderen Ländern in Kitzbühel, doch niemandem sei es eingefallen, die Zahl der deutschen Gäste einzuschränken, sagte er.

    Schellhorn betonte auch, dass die Stadtbehörden mit dem Beschluss der Hoteliers nicht zu tun haben.

    Nach Angaben des Tiroler Tourismus-Amtes sei die Zahl der russischen Touristen in den letzten Monaten stark gestiegen.

    Laut Martin Scheffel, Geschäftsleiter des Tourismusverbandes der Stadt Mayrhofen im Zillertal, laufen die Geschäfte mit den Russen sehr gut.

    Allein in dieser Region wurden 70 000 Hotelübernachtungen im November und Dezember 2006 von Russen gebucht. Die Einnahmen lagen insgesamt bei zwei Millionen Euro. Es gebe überhaupt keine Probleme, sie seien Gäste wie die anderen auch, brächten aber mehr Profit, meint Scheffel.

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