22:07 23 September 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Energieminister Christenko will EBWE für Sachalin-2-Projekt gewinnen

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0

    Der Industrie- und Energieminister Viktor Christenko ist der Ansicht, dass die derzeitigen Eigentümer des Projekts Sachalin-2 mit Gasprom an der Spitze alles Mögliche tun sollten, damit sich die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) wieder an der Projektfinanzierung beteiligt.

    TOKIO, 26. Februar (RIA Novosti). Der Industrie- und Energieminister Viktor Christenko ist der Ansicht, dass die derzeitigen Eigentümer des Projekts Sachalin-2 mit Gasprom an der Spitze alles Mögliche tun sollten, damit sich die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) wieder an der Projektfinanzierung beteiligt.

    Christenko leitet den russischen Teil in der für Wirtschaft und Handel zuständigen Regierungskommission mit Japan.

    Eine entsprechende Mitteilung machte der Pressedienst des russischen Industrie- und Energieministeriums.

    „Obwohl an der gesamten Finanzierungsstruktur auf die EBWE nicht mehr als 5 Prozent entfallen, ist sie ein seriöses Mitglied in der Projektumsetzung. Ich bin mir sicher, dass sowohl Gasprom als auch die Partner sich alle Mühe geben müssen, damit die Finanzierung für letzte Phase gewährleistet wird“, sagte der Minister während seines Gesprächs mit dem japanischen Regierungskommissionsvorsitzenden und Außenminister Taro Aso.

    „Was das Projekt Sachalin-2 betrifft, hoffen wir, dass der Beitritt von Gasprom das Projekt neu antreiben wird und die Risiken beenden wird, die in der vorigen Etappe entstanden sind. Wir sind daran interessiert, dass die Vertragsfristen über die Lieferungen des Flüssiggases an Japan eingehalten werden“, sagte Christenko dem japanischen Minister.

    Im Januar erklärte die EBWE, sie prüfe nicht mehr die Gewährung eines Kredites für Sachalin-2, weil sich die Zusammensetzung der Aktionäre deutlich geändert hat (Beitritt von Gasprom zum Projekt).

    „Wenn die neue Eigentümergruppe um einen Kredit bitten und begründen wird, dass das Projekt durch die EBWE finanziert werden kann, kann die Bank in der Zukunft die Frage der Finanzierung prüfen“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung der Bank.

    Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Gasprom, Alexander Medwedew, erklärte seinerseits, dass die Anteilsinhaber von Sachalin-2 ein Treffen mit Vertretern der EBWE durchführen wollen.

    Ende Dezember 2006 wurde Gasprom führender Anteilsinhaber von Sachalin-2. Das russische Unternehmen übernahm 50 Prozent plus einer Aktie des Projektbetreibers - Sakhalin Energy - für 7,45 Milliarden US-Dollar. Der Abschluss des Geschäfts ist für den Februar 2007 geplant.

    Royal Dutch/Shell verkaufte Gasprom 27,5 Prozent am Kapital von Sakhalin Energy, die japanischen Unternehmen Mitsui und Mitsubishi entsprechend 12,5 und 10 Prozent. Nachdem der Deal über Bühne gegangen ist, werden Royal Dutch/Shell 27,5 Prozent, Mitsui 12,5 Prozent und Mitsubishi 10 Prozent der Aktien an Sachalin-2 besitzen.

    Der Gesamtwert von Sachalin-2 wird auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bei dem Projekt werden die Vorkommen Piltun-Astochskoje und Lunskoje erschlossen. Die ausbringbaren Vorräte dieser Vorkommen werden mit 150 Millionen Tonnen Erdöl und 500 Milliarden Kubikmeter Erdgas angegeben. Geplant ist der Bau eines Verflüssigungswerkes mit einer Kapazität von 9,6 Millionen Tonnen pro Jahr.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren