15:25 22 September 2017
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    SOZ strebt Gründung von Energieklub für gemeinsame Projekte an

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    Der bei der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) geplante Energieklub soll zum Ort für Gespräche und die Umsetzung von Projekten der Mitgliedstaaten im Energie- und Transitbereich werden.

    TASCHKENT, 26. Februar (RIA Novosti). Der bei der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) geplante Energieklub soll zum Ort für Gespräche und die Umsetzung von Projekten der Mitgliedstaaten im Energie- und Transitbereich werden.

    Das sagen die Teilnehmer des in der usbekischen Haupstadt Taschkent stattfindenden internationalen „Runden Tisches“ über die „Gründungsperspektiven des SOZ-Energieklubs“.

    „Von zunehmender Bedeutung auf dem globalen Energiemarkt sind die Länder im postsowjetischen Raum“, bemerkte die Direktorin des usbekischen Zentrums für politische Forschungen, Gulnara Karimowa. Sie verwies darauf, dass der SOZ-Ministerpräsidentenrat eine spezielle Arbeitsgruppe für die Fragen des Brennstoff-Energie-Komplexes damit beauftragt hatte, dringlich die Möglichkeit der Gründung eines solchen Klubs zu prüfen.

    „Auf der politischen Ebene wurde der 'Antrag' an die Weltgemeinschaft formuliert, eine Umstrukturierung des Energiebereichs im asiatischen Raums zu bilden“, erklärte der Direktor des russischen Institutes für Zentralasien und Kaukasus, Andrej Medwedew.

    Ihm zufolge trägt die Atmosphäre von „gegenseitigem Vertrauen, gegenseitigem Nutzen, Gleichheit, gemeinsamen Konsultationen, die Anerkennung der kulturellen Vielfalt und das Streben nach einer gemeinsamen Entwicklung“ zu der Gründung einer solchen Einrichtung bei, die als „Shanghaier Geist“ bekannt geworden sei.

    Medwedew schloss nicht aus, dass die Gründung des Energieklubs auf Widerstand stoßen könnte.

    „Dahinten stecken in der Regel Menschen, die an einer stabilen Ausfuhr der Energieträger aus den genannten Regionen nicht interessiert sind oder danach streben, die Energieströme in die für sie günstige Richtung zu lenken. Oder sie rechnen damit, diesen Bereich unter ihre Kontrolle zu nehmen und politische und wirtschaftliche Vorteile bei den jeweiligen lokalen Eliten auszuhandeln“, sagte Andrej Medwedew.

    „Es ist zu erkennen, dass eine verhüllte Konfrontation im Eurasischen Raum besteht“, sagte der Politologe. Ihm zufolge bestehen neben der SOZ, der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) und der europäisch-asiatischen Wirtschaftsgemeinschaft in dieser Region alternative Projekte der Nato und der „neuen“ Sicherheitsallianz GUAM (Georgien, Ukraine, Aserbaidschan und Moldawien).

    „Die weitere Festigung der SOZ - darunter durch die Gründung des Energieklubs - bedeutet die Realisierung des souveränen Rechtes eines jeden Teilnehmerlandes, selbst die Ordnung auf dem eigenen Territorium in Übereinstimmung mit den Traditionen festzulegen, die Anerkennung des Rechtes auf einen besonderen Entwicklungsweg - unabhängig von den in der Welt üblichen Schablonen und Dogmen“, hob Medwedew hervor.

    Die „Rund-Tisch“-Teilnehmer äußern auch die Meinung, dass man von Rohstoffexporten zu den Exporten von konkurrenzfähigen Fertigprodukten übergehen müsse.

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