01:04 25 September 2017
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    Deuten steigende Goldpreise auf baldigen Iran-Krieg hin? - „Kommersant“

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    Spekulationen über US-Angriff auf Iran (66)
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    MOSKAU, 27. Februar (RIA Novosti). Die Goldpreise auf dem Weltmarkt sind am Montag in den Bereich von 700 Dollar pro Unze vorgestoßen. Die NYMEX-Termingeschäfte für den April wurden für 689,8 Dollar pro Unze geschlossen. Marktexperten sehen darin ein Zeichen für einen Krieg, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Üblicherweise wird Gold als eine „stille Bucht“ für Investitionen angesehen. Ziemlich oft steigen die Goldpreise parallel zu den Ölpreisen, weil die Investoren im Westen eine Inflation befürchten, die meist eine Folge der gestiegenen Energiepreise ist. Die Investoren im Osten lassen sich allerdings vor allem von der Angst vor Instabilität leiten - nicht zuletzt weil Gold leicht zu transportieren ist.

    Die höchsten Öl- und Goldpreise werden gemeinhin bei steigenden Erwartungen eines großen Konflikts im Nahen Osten registriert. Solche Spitzenwerte wurden unter anderem beim Nahostkrieg 1973 verzeichnet, dem ein Ölembargo folgte. Die islamische Revolution und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan sorgten in den Jahren 1978 und 1979 für den bisher rapidesten Preisanstieg bei Gold. Die Erklärung von US-Präsident Ronald Reagan von einem möglichen nuklearen Erstschlag gegen die UdSSR führte 1984 zu einem neuen Anstieg der Goldpreise.

    Die derzeit steigende Tendenz bei den Goldpreisen setzte nach dem 11. September 2001 ein.- Zugleich reagierte der Goldmarkt nur schwach auf den US-Krieg in Afghanistan und im Irak. Einen möglichen Iran-Krieg betrachten aber die Investoren als das größte Risiko, zu dessen Verringerung der Goldkauf derzeit stark gefragt ist.

    Nach dem gestrigen Gold-Fixing in London zu urteilen, geht die Finanzwelt von ziemlich sicheren Erschütterungen in Iran aus, die mit der islamischen Revolution vergleichbar sein würden. Diesmal geht es aber nicht um Religion, sondern um amerikanische Bombenflugzeuge.

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